Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Entlastungen für Industrie in Berlin
Berlin () – Das Bundeswirtschaftsministerium plant, mindestens 91 Sektoren beziehungsweise Teilsektoren der energieintensiven Industrie durch den Industriestrompreis zu entlasten. Das geht aus einem internen Konzept aus dem Ministerium hervor, über das das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) berichtet. Das Haus von Ministerin Katherina Reiche (CDU) will sich bei der Auswahl der antragsberichtigten Unternehmen an der EU-Liste „Kuebll“ orientieren, die besonders stromintensive und im internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen auflistet.
Konkret soll der Industriestrompreis für einen Teil der Unternehmen von der Liste gelten. Zu den 91 Sektoren und Teilsektoren gehören laut dem Konzeptpapier „Teile der chemischen Industrie, die Metallindustrie, Gummi- und Kunststoffverarbeitung, Glas- und Keramikherstellung, die Produktion von Zement, Batteriezellen und Halbleitern, ebenso wie Teile der Papierindustrie, des Maschinenbaus und der Rohstoffgewinnung“.
Laut dem Eckpunktepapier, das jetzt in der Bundesregierung abgestimmt werden soll, muss es dabei aber nicht bleiben. Das Ministerium will demnach Verbände aufrufen, entsprechende Nachweise vorzulegen, um möglicherweise weitere Branchen vom Industriestrompreis begünstigen zu lassen.
Der Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD hatte sich in der vergangenen Woche darauf verständigt, dass Unternehmen ab 2027 den Industriestrompreis beantragen und rückwirkend ab 2026 ausgezahlt bekommen können. Dieser soll bei fünf Cent pro Kilowattstunde liegen.
Klar ist bereits die Vorgabe der EU, dass die Unternehmen nur 50 Prozent ihres Stromverbrauchs vergünstigt bekommen können. Das Ministerium schlägt in dem Konzept jetzt aber vor, den Betrieben die Möglichkeit zu geben, diese anrechenbare Strommenge aufzuteilen, „damit Investitionen möglichst schnell angereizt werden“. Die Unternehmen können sich im ersten Jahr deutlich mehr als 50 Prozent, im zweiten Jahr 50 Prozent und im dritten Jahr entsprechend weniger als 50 Prozent ihrer Strommenge anrechnen lassen, so der Vorschlag.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ruhrgebiet (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundeswirtschaftsministerium plant Entlastung von 91 Sektoren der energieintensiven Industrie durch Industriestrompreis.
- Auswahl der begünstigten Unternehmen orientiert sich an EU-Liste "Kuebll".
- Unternehmen können ab 2027 Industriestrompreis beantragen, der bei fünf Cent pro Kilowattstunde liegen soll.
Warum ist das wichtig?
- Entlastung für energieintensive Industrien fördert Wettbewerbsfähigkeit
- Anreize für Investitionen in nachhaltige Technologien schaffen
- Unterstützung für diverse Branchen stärkt die Wirtschaft insgesamt
Wer ist betroffen?
- Unternehmen der energieintensiven Industrie
- Sektoren wie chemische Industrie, Metallindustrie, Maschinenbau
- Verbände, die Nachweise für zusätzliche Branchen erbringen können
Zahlen/Fakten?
- 91 Sektoren sollen durch den Industriestrompreis entlastet werden
- Industriestrompreis soll bei 5 Cent pro Kilowattstunde liegen
- Unternehmen können bis zu 50% ihres Stromverbrauchs vergünstigt bekommen
Wie geht’s weiter?
- Auswahl der antragsberechtigten Unternehmen orientiert sich an EU-Liste "Kuebll"
- Verbände sollen Nachweise für weitere Branchen einreichen
- Antragstellung für Industriestrompreis ab 2027 möglich, rückwirkend ab 2026
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