Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftspolitik in Berlin: Pflichtjahre für Jugendliche
Berlin () – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wirbt weiter für die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres. „Die Einführung eines Gesellschaftsjahrs hat für mich höchste Priorität“, sagte Linnemann der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Ich bin davon überzeugt, dass ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr einer der wichtigsten Schlüssel ist, um den Zusammenhalt der Gesellschaft wieder nachhaltig zu stärken.“
Ein freiwilliger Ansatz reiche nicht aus, „weil gerade diejenigen, die am meisten profitieren würden, nicht erreicht werden“, erklärte er. Das gelte etwa für junge Menschen, „die in einem schwierigen sozialen Umfeld aufwachsen und sich ausgeschlossen fühlen“.
Gegenwind kommt von der Linkspartei. „Ich wundere mich ja immer, wie schnell die Politiker von Union und SPD dabei sind, jungen Menschen irgendwelche Zwangsdienste überhelfen zu wollen. Das ist eine völlig verlogene Forderung“, sagte Linken-Parteivorsitzender Jan van Aken der Zeitung. Mit Blick auf die Freiwilligendienste und eine mögliche Abstimmung über ein verpflichtendes Gesellschaftsjahres im Bundestag sagte van Aken, er freue sich darüber, „dass so viele junge Menschen Lust darauf haben, für ein Jahr in sozialen Projekten mitzuarbeiten – das sollte man fördern und nicht über Zwang reden“. Zugleich kündigte er an, dass die Linke „gegen den Zwangsdienst stimmen“ werde.
Auch der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bundesverband, der 5.000 Freiwilligendienstleistende betreut, wendet sich gegen ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr. „Die Freiwilligendienste müssen freiwillig bleiben – denn Engagement lässt sich nicht verordnen“, sagte AWO-Präsident Michael Groß der Zeitung. Er wies zudem auf ein praktisches Problem hin. „Ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr wäre aber auch in der Praxis eine Überforderung, da es Zeit braucht, die Strukturen zur Begleitung und zum Einsatz der jungen Menschen ordentlich auszubauen“, so Groß.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Carsten Linnemann am 01.12.2025 |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Carsten Linnemann wirbt für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
- Jan van Aken von der Linkspartei lehnt die Idee eines Zwangsdienstes ab und betont, dass freiwillige Engagements gefördert werden sollten.
- AWO-Präsident Michael Groß weist darauf hin, dass ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr praktisch überfordernd wäre und Engagement nicht verordnet werden kann.
Warum ist das wichtig?
- Stärkung des sozialen Zusammenhalts in der Gesellschaft
- Erreichung junger Menschen aus schwierigen sozialen Verhältnissen
- Förderung von sozialem Engagement durch strukturelle Begleitung
Wer ist betroffen?
- junge Menschen aus schwierigen sozialen Umfeldern
- Linken-Parteivorsitzender Jan van Aken
- AWO Bundesverband und Freiwilligendienstleistende
Zahlen/Fakten?
- 5.000 Freiwilligendienstleistende beim AWO Bundesverband
- Linnemann sieht ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr als Schlüssel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt
- Linke kündigt an, gegen den Zwangsdienst zu stimmen
Wie geht’s weiter?
- Weiterhin Werbung für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr von Carsten Linnemann
- Gegenwind von der Linkspartei und AWO gegen die Zwangsdienste
- Diskussion über die Umsetzung und Herausforderungen eines solchen Programms
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