Klimaforscher Latif hält Super-El-Nino ab Herbst für möglich

30. März 2026
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Klimaforscher Latif hält Super-El-Nino ab Herbst für möglich

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Klimaentwicklung und Wetterphänomene in Kiel

() – Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif hält es für möglich, dass sich 2026 ein starkes El-Nino-Klimaphänomen entwickelt. Im Laufe des Spätsommers werde sich die Meeresoberflächentemperatur im Ostpazifik stetig erhöhen, sagte Latif dem „Spiegel“. Bis zum Jahresende könne vielleicht auch ein Super-El-Nino heranwachsen. „Der Revolver ist geladen“, so der Experte vom meereswissenschaftlichen Forschungszentrum Geomar in Kiel.

Ein El Nino ist verbunden mit einer Abschwächung der westwärts blasenden Passatwinde. Das führt dazu, dass weniger kaltes Wasser vor der Küste Südamerikas aufsteigen kann. Dort staut sich die Wärme, die Wassertemperatur an der Meeresoberfläche steigt, und mit ihr die Verdunstung. Die Folge sind oftmals heftige Niederschläge in Peru, oder Kalifornien. Im Westpazifik dagegen bleiben Regenfälle aus, vorwiegend in und .

„In diesem Jahr entwickelt es sich wie nach Lehrbuch“, sagte Latif. Es begann mit den charakteristischen Schüben von Westwinden im Westpazifik, die dem Passat entgegenwirken und ihn so ausbremsen. Vor der Küste Perus zeigt sich bereits die für einen El Nino typische Anomalie: Die Meerestemperaturen sind merklich gestiegen. Es gebe aber noch Unsicherheiten. Im Jahr 2014 hatten Experten ebenfalls einen starken El-Nino vorhergesagt, der dann aber erst ein Jahr später kam.

Im nächsten Winter könnten auch Fernwirkungen in Europa spürbar sein. „Mit etwas Verzögerung breiten sich atmosphärische Wellen bis zu uns aus“, sagte Tim Hempel, der sich beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach mit saisonaler Wettervorhersage befasst. Im Falle eines ausgeprägten El Ninos rechne er im Spätwinter 2027 mit starken arktischen Kälteeinbrüchen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Trockenes Feld (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Kieler Klimaforscher Mojib Latif sagt mögliches starkes El-Nino-Klimaphänomen für 2026 voraus.
  • Meeresoberflächentemperatur im Ostpazifik zeigt bereits Anzeichen eines El Nino.
  • Mögliche Folgen: heftige Niederschläge in Peru und Kälteeinbrüche in Europa.

Warum ist das wichtig?

  • Möglichkeit eines starken El-Nino-Klimaphänomens bis 2026 kann globale Wetterbedingungen beeinflussen.
  • Veränderung der Meeresoberflächentemperatur hat direkte Auswirkungen auf Niederschläge und Klimamuster in verschiedenen Regionen.
  • Fernwirkungen könnten auch in Europa spürbar sein, wie z.B. verstärkte Kälteeinbrüche im Winter.

Wer ist betroffen?

  • Länder in Südamerika (z. B. Peru, Mexiko, Kalifornien)
  • Indonesien und Australien
  • Europa (insbesondere durch Fernwirkungen)

Zahlen/Fakten?

  • Mögliche Entwicklung eines starken El-Nino-Klimaphänomens im Jahr 2026
  • Erhöhung der Meeresoberflächentemperatur im Ostpazifik bis Jahresende
  • Mögliche starke arktische Kälteeinbrüche im Spätwinter 2027

Wie geht’s weiter?

  • Mögliche Entwicklung eines starken El-Nino-Klimaphänomens bis 2026
  • Eventuelle Fernwirkungen in Europa im nächsten Winter
  • Erwartete starke arktische Kälteeinbrüche im Spätwinter 2027
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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