Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Berlin: Kritik an Änderungen
Berlin () – Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat die von der Koalition geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung scharf kritisiert. „Das trifft Kinder mit voller Härte“, sagte Jakob Maske, Bundessprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte der „Frankfurter Rundschau“ (Freitagausgabe) von „Ippen Media“.
Ein fieberndes Kind könne nicht mehr im Bett bleiben und sich auskurieren, sondern müsse im schlimmsten Zustand in überfüllte Wartezimmer geschleppt werden. „Das ist medizinischer Unsinn und eine enorme Belastung für die Familien“, sagte Maske. „Es ist ein massiver gesundheitspolitischer Rückschritt.“
Seit Dezember 2023 konnten sich Eltern vom Arzt telefonisch „kindkrank“ schreiben lassen. Dies war „eine unglaubliche Erleichterung für alle Beteiligten“, so Maske. Viele Mitglieder des Berufsverbandes hätten diese Möglichkeit genutzt, denn Kinder- und Jugendärzte könnten am Telefon sehr wohl abwägen, ob ein Kind wegen eines Infekts zu Hause bleiben muss oder ob es mit einem harmlosen Hautausschlag in die Kita kann.
„Die Pläne von Union und SPD werden die ohnehin chronisch überlasteten Kinderarztpraxen schwer treffen“, kritisiert Maske. „Statt die telefonische Krankschreibung abzuschaffen, sollte lieber eine digitale Kindkrank-AU eingeführt werden“, fordert der Bundessprecher.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ärztehaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert Abschaffung der telefonischen Krankschreibung.
- Fiebernde Kinder müssen in überfüllte Wartezimmer gebracht werden.
- Vorschlag zur Einführung einer digitalen Kindkrank-AU statt Abschaffung.
Warum ist das wichtig?
- Schutz der Gesundheit von kranken Kindern
- Entlastung der Familien durch Vermeidung von Arztbesuchen
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen in überlasteten Kinderarztpraxen
Wer ist betroffen?
- Kinder
- Familien
- Kinderärzte
Zahlen/Fakten?
- Telefonische Krankschreibung für Kinder seit Dezember 2023 möglich
- Abschaffung der telefonischen Krankschreibung wird als rückschrittlich kritisiert
- Viele Kinder- und Jugendärzte haben sie genutzt, um über notwendige Besuche zu entscheiden
Wie geht’s weiter?
- Kritik an geplanter Abschaffung der telefonischen Krankschreibung
- Forderung nach Einführung einer digitalen Kindkrank-AU
- Fokus auf Entlastung der überlasteten Kinderarztpraxen
