Israelisches Gericht stoppt Krokodil-Einsatz in Gefängnissen

2. August 2026
1 min Lesezeit

Panorama Jerusalem: Streit um Krokodile im Gefängnis

Jerusalem () – Ein Bezirksgericht in Jerusalem hat dem israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir vorerst untersagt, Krokodile zur Bewachung von Terroristen in Haftanstalten einzusetzen. Die Entscheidung fiel am Sonntag.

Hintergrund ist die Klage einer Tierschutzorganisation, die sich gegen das Vorhaben gewandt hatte. Sie forderte eine Neubewertung der Krokodile als „geschützte Art“. Die Organisation argumentierte, dass Umweltministerin Idit Silman die fachlichen Meinungen von Rechtsberatern und der Natur- und Parkbehörde ignoriert habe und die Regierung keine Befugnis habe, den Plan voranzutreiben. Das Gericht gab der Petition mit einer einstweiligen Verfügung statt.

Ben-Gvir kritisierte die Entscheidung scharf. Er warf der Justiz vor, sich in Kriegszeiten auf die Seite der Terroristen zu stellen und wichtige Maßnahmen zur Abschreckung zu blockieren. Die Terroristen hätten Angst vor den Krokodilen, doch nun habe das Gericht ihnen geholfen, so der Minister.

Bereits im Vormonat hatte Umweltministerin Idit Silman das Nilkrokodil als „kultiviertes Wildtier“ eingestuft. Damit sollte der israelische Gefängnisdienst die Möglichkeit erhalten, die Tiere rund um Gefängnisse einzusetzen. Der Plan von Ben Gvir ist von einer ähnlichen Einrichtung in Florida inspiriert. Das Ministerium hat dafür ein Budget von 21 Millionen Schekel (rund 6 Millionen Euro) bereitgestellt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krokodil (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Israelisches Gericht stoppt Krokodil-Einsatz in Gefängnissen

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Ein Bezirksgericht in Jerusalem hat Itamar Ben-Gvir vorerst untersagt, Krokodile zur Bewachung von Terroristen in Haftanstalten einzusetzen
  • Grundlage war eine Klage einer Tierschutzorganisation, die eine Neubewertung der Krokodile als geschützte Art forderte, worauf das Gericht mit einer einstweiligen Verfügung reagierte
  • Ben-Gvir kritisierte die Entscheidung; Hintergrund ist zudem die Einstufung des Nilkrokodils als kultiviertes Wildtier und ein entsprechender Plan mit Budget von 21 Millionen Schekel

Warum ist das wichtig?

  • Gericht stoppt den Einsatz von Krokodilen zur Bewachung von Terroristen vorerst und setzt damit rechtliche Grenzen für solche Maßnahmen in Haftanstalten
  • Relevanz für Tierschutz und mögliche Neubewertung des Status von Nilkrokodilen als geschützte Art
  • Auswirkungen auf Abschreckungs- und Sicherheitskonzepte sowie geplante Umsetzung durch den israelischen Gefängnisdienst mit bereitgestelltem Budget

Wer ist betroffen?

  • Itamar Ben-Gvir
  • Eine Tierschutzorganisation
  • Terroristen in Haftanstalten

Zahlen/Fakten?

  • Bezirksgericht Jerusalem untersagte vorerst Itamar Ben-Gvir, Krokodile zur Bewachung von Terroristen in Haftanstalten einzusetzen
  • Umweltministerin Idit Silman stufte das Nilkrokodil zuvor als „kultiviertes Wildtier“ ein
  • Budget: 21 Millionen Schekel (rund 6 Millionen Euro)

Wie geht’s weiter?

  • Das Bezirksgericht untersagt Ben-Gvir vorerst, Krokodile zur Bewachung von Terroristen einzusetzen
  • Die Tierschutzorganisation erreicht mit einer einstweiligen Verfügung eine Neubewertung der Krokodile als geschützte Art
  • Ben-Gvir kündigt Kritik an und der Konflikt um den Einsatz der Tiere in Haftanstalten dürfte weiter eskalieren
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