Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Geopolitik in Grönland: US-Militärpräsenz
Davos/Nuuk () – Nachdem US-Präsident Donald Trump seine Zoll-Drohung gegen Dänemark und weitere europäische Staaten zurückgenommen und eine Einigung angekündigt hat, sickern erste Details durch. Aus Nato-Kreisen hieß es, Rutte habe einen Vorschlag eingebracht, der neben der Einrichtung einer neuen Überwachungsmission der Allianz im hohen Norden auch die Übernahme von Militärbasen in Grönland durch die USA vorsieht, wie die FAZ schreibt.
Entsprechende Überlegungen gab es wohl auch schon vorher. Zwei Quellen aus Nato-Kreisen hätten der Zeitung nun bestätigt, dass sich dieser Plan am Vorbild der britischen Militärbasen auf Zypern orientiere, hieß es. Dort verfügt die Regierung in London über zwei Luftwaffenstützpunkte, Akrotiri und Dhekelia, die zum britischen Staatsgebiet gehören. Diese Gebiete blieben beim Vereinigten Königreich, als die Kolonie Zypern 1960 in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Ihr Status ist in dem Vertrag geregelt, mit dem die Republik Zypern geschaffen wurde. Die beiden Militärstützpunkte werden als britisches Überseegebiet geführt und stehen als „Sovereign Base Areas“ unter der Verwaltung des britischen Verteidigungsministeriums. Sie dürfen allein für militärische Zwecke genutzt, also nicht wirtschaftlich ausgebeutet werden. Und sie sind kein eigener Staat.
Derzeit sind die USA nur auf einem Stützpunkt in Grönland präsent, der dem Weltraumkommando untersteht: der „Pituffik Space Base“, die früher „Thule Air Base“ hieß. Im Kalten Krieg unterhielt Washington insgesamt 17 Stützpunkte auf der Insel. Grundsätzlich haben sich die Regierungen in Kopenhagen und Nuuk dafür offen gezeigt, dass Washington seine militärische Präsenz wieder erhöht. Gemäß einer Vereinbarung von 2004 wäre das auch problemlos möglich.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | US-Fahne am Hauptquartier des Arktisk Kommando auf Grönland |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Trump hat Zoll-Drohung gegen Dänemark und europäische Staaten zurückgenommen.
- Vorschlag für neue NATO-Überwachungsmission und Übernahme von Militärbasen in Grönland durch die USA in Diskussion.
- USA haben derzeit nur einen Stützpunkt in Grönland; Kopenhagen und Nuuk zeigen Offenheit für erhöhte militärische Präsenz.
Warum ist das wichtig?
- Strategische Militärpräsenz im hohen Norden der NATO
- Möglichkeit zur verstärkten US-Kooperation mit Dänemark und Grönland
- Vorbildfunktion britischer Militärbasen für zukünftige Us-Stützpunkte in der Region
Wer ist betroffen?
- US-Präsident Donald Trump
- Dänemark
- NATO-Staaten
Zahlen/Fakten?
- Eine neue Überwachungsmission der Nato im hohen Norden wird vorgeschlagen.
- Die USA haben aktuell nur einen Stützpunkt in Grönland (Pituffik Space Base).
- Während des Kalten Krieges unterhielt Washington 17 Stützpunkte auf der Insel.
Wie geht’s weiter?
- Einrichtung einer neuen Überwachungsmission der Nato im hohen Norden
- Übernahme von Militärbasen in Grönland durch die USA
- Erhöhung der militärischen Präsenz der USA in Grönland ist möglich
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