EU-Kommission schließt chinesische Wechselrichter von Förderung aus

23. April 2026
1 min Lesezeit

EU-Kommission schließt chinesische Wechselrichter von Förderung aus

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

EU stoppt Förderung für Energieprojekte

Brüssel () – Die Europäische Kommission hat offenbar die Förderung für alle Energieprojekte gestoppt, die Wechselrichter aus vier sogenannten Hochrisikoländern enthalten. Zu den gesperrten Ländern zählen , Russland, und Nordkorea, berichtet der „Spiegel“. De facto werden in der EU aber fast nur Wechselrichter aus China verbaut, vor allem von den beiden Firmen Huawei und Sungrow.

Wechselrichter steuern, wann und wie viel Strom eine Solaranlage oder ein Batteriespeicher ins öffentliche Netz speisen. Sie sind meist mit dem Internet verbunden, was sie aus Sicht der Kommission zum Hacking-Risiko macht.

Das Förderverbot der EU-Kommission gelte ab sofort, berichtet das Nachrichtenmagazin. Es wurde am Donnerstagmorgen in einer Videokonferenz mit zahlreichen betroffenen EU-Generaldirektionen und Branchenverbänden bekannt geben.

Das Förderverbot betrifft eine große Menge Projekte. In der Videokonferenz wurde laut Teilnehmern darauf verwiesen, dass die Europäische Investitionsbank 2025 rund ein Fünftel aller Solarprojekte in der EU gefördert hat. In den meisten davon wurden laut Brancheninsidern chinesische Wechselrichter verwendet.

Die Regelung betrifft auch Projekte in EU-Nachbarregionen wie Nordafrika oder dem Balkan, sofern sie an das europäische Stromnetz angeschlossen sind. Zudem sind nicht nur Energieprojekte ausgeschlossen, die Wechselrichter aus den vier „Hochrisikoländern“ enthalten – sondern auch Projekte, in denen Wechselrichter von Unternehmen aus anderen Ländern stecken, die im Eigentum oder unter der Kontrolle von Akteuren aus den vier „Hochrisikoländern“ stehen.

Für neue Projekte gilt das Verbot ab sofort. Finanzinstitute müssen zudem noch bis Anfang Mai ihre laufenden Projektpipelines melden und sind angehalten, bei möglichst vielen noch die Wechselrichter auszutauschen. Nur Vorhaben, die schon sehr weit fortgeschritten sind, können noch unter Übergangsregeln fallen und chinesische Wechselrichter verwenden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Solaranlage (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Europäische Kommission stoppt Förderung für Energieprojekte mit Wechselrichtern aus Hochrisikoländern.
  • Betroffene Länder sind China, Russland, Iran und Nordkorea; die meisten Wechselrichter in der EU stammen aus China.
  • Verbot gilt ab sofort für neue Projekte; laufende Projekte müssen bis Mai überprüft werden.

Warum ist das wichtig?

  • Stop der Förderung für Energieprojekte mit Wechselrichtern aus Hochrisikoländern erhöht Sicherheitsrisiken in der EU.
  • Betroffen sind zahlreiche Solarprojekte, besonders mit chinesischen Wechselrichtern, was die Umsetzung von Klimazielen gefährdet.
  • Einhaltung von neuen Vorgaben erfordert Änderungen in bestehenden Projektpipelines und könnte Verzögerungen verursachen.

Wer ist betroffen?

  • Europäische Investitionsbank
  • Projekte in EU-Nachbarregionen
  • Unternehmen mit Wechselrichtern aus Hochrisikoländern

Zahlen/Fakten?

  • Förderung für Energieprojekte mit Wechselrichtern aus Hochrisikoländern gestoppt
  • Gesperrte Länder: China, Russland, Iran, Nordkorea
  • Europäische Investitionsbank hat 2025 rund ein Fünftel aller Solarprojekte in der EU gefördert

Wie geht’s weiter?

  • Förderung für Energieprojekte mit Wechselrichtern aus Hochrisikoländern gestoppt
  • Finanzinstitute müssen bis Anfang Mai laufende Projektpipelines melden
  • Alternativwechselrichter sollen in möglichst vielen Projekten eingesetzt werden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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