Warken will mehr auf Prävention setzen

16. Juli 2026
1 min Lesezeit

Gesundheitspolitik in : Präventionsoffensive
Berlin () – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will das Gesundheitssystem mehr auf Prävention auslegen. Dafür hat sie eine entsprechende Offensive mit der Bundesärztekammer und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gestartet, berichtet der „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe).

In einem ersten Konzeptpapier hat das Gesundheitsministerium einige mögliche Maßnahmen skizziert. Das Haus von Warken möchte unter anderem durchsetzen, dass alle Grundschüler und Jugendliche digitale Einladungen zu Gesundheitschecks erhalten. Kleine und mittlere Unternehmen sollen bei der betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützt werden, denn hier arbeiten über 50 Prozent der Beschäftigten. Bund, Länder und Kommunen sollen sich bei der Gesundheitsförderung stärker abstimmen.

Bei der anstehenden Pflegereform möchte Warken eine Pflegebegleitung etablieren. Sie soll Betroffenen dabei helfen, Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Auch der allgemeine Gesundheitscheck für Über-60-Jährige soll erweitert werden.

„Unser Gesundheitssystem leistet eine qualitativ hochwertige und umfassende Versorgung im Krankheitsfall“, sagte die CDU-Politikerin dem „Tagesspiegel“ nach der Auftaktveranstaltung. Künftig müsse man aber noch besser darin werden, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen.

Mit der Präventionsoffensive setze man ein klares Signal: Prävention sei keine Nebensache, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe, so Warken. Sie hält dabei einen möglichst breiten Ansatz für nötig, der verschiedene Gesellschaftsgruppen und Politikfelder einbezieht. Das Gesundheitssystem könne hier besser werden, aber auch nicht alles leisten, sagte die Ministerin.

Warkens Präventionsoffensive soll das 2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz weiterentwickeln. Gefördert werden sollen ein gesundes Aufwachsen und gesundes Arbeiten. Krankheit und Pflegebedürftigkeit im Alter sollen verzögert oder verhindert werden. Das Bundesgesundheitsministerium will die Gesundheitskompetenz der Bürger stärken und dafür sorgen, dass möglichst wenige Menschen von typischen Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychischen Störungen oder Adipositas betroffen sind.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warken will mehr auf Prävention setzen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Bundesgesundheitsministerin Nina Warken startet mit Bundesärztekammer und GKV eine Präventionsoffensive zur Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes
  • Vorgesehen sind digitale Einladungen für Grundschüler und Jugendliche zu Gesundheitschecks, Unterstützung für betriebliche Gesundheitsförderung in kleinen und mittleren Unternehmen sowie stärkere Abstimmung von Bund, Ländern und Kommunen
  • Im Rahmen der Pflegereform soll eine Pflegebegleitung eingeführt und der allgemeine Gesundheitscheck für Über-60-Jährige erweitert werden

Warum ist das wichtig?

  • Prävention soll stärker gefördert werden, damit Krankheiten gar nicht erst entstehen und dadurch Krankheit sowie Pflegebedürftigkeit im Alter verzögert oder verhindert werden
  • Digitale Gesundheitschecks für Grundschüler und Jugendliche sowie erweiterte Gesundheitschecks für Über-60-Jährige verbessern die Früherkennung und Gesundheitsvorsorge
  • Förderung von betrieblicher Gesundheitsförderung und bessere Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Kommunen stärken gesundes Aufwachsen und gesundes Arbeiten

Wer ist betroffen?

  • Grundschüler und Jugendliche
  • Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen
  • Betroffene der Pflegereform
  • Über-60-Jährige

Zahlen/Fakten?

  • 50 Prozent der Beschäftigten arbeiten in kleinen und mittleren Unternehmen
  • 2015 in Kraft getretenes Präventionsgesetz soll weiterentwickelt werden
  • allgemeiner Gesundheitscheck für Über-60-Jährige soll erweitert werden

Wie geht’s weiter?

  • Alle Grundschüler und Jugendliche sollen digitale Einladungen zu Gesundheitschecks erhalten
  • Pflegebegleitung bei der Pflegereform sowie Erweiterung des allgemeinen Gesundheitschecks für Über-60-Jährige
  • Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei betrieblicher Gesundheitsförderung und bessere Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Kommunen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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