Wadephul weist Trumps Grönland-Ansprüche zurück

11. Januar 2026
1 min Lesezeit

Wadephul weist Trumps Grönland-Ansprüche zurück

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Internationale Politik: Grönland und Sicherheitspolitik

() – Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich den Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Grönland notfalls auch mit militärischem Zwang unter Kontrolle der USA zu bringen, entgegenstellt.

„Der arktische Raum hat eine neue sicherheitspolitische Bedeutung bekommen“, sagte Wadephul der „Bild am Sonntag“. Diese Bedeutung werde weiter zunehmen, gerade weil Russland und auch dort Interessen haben, die unseren zuwiderlaufen. Mit Blick auf seine Reise nach Washington kündigte Wadephul an, er wolle mit US-Außenminister Marco Rubio eine gemeinsame Nato-Strategie besprechen. „Dabei ist es klar, dass es allein Sache Grönlands und Dänemarks ist, über Fragen von Territorium und Souveränität von Grönland zu entscheiden“, so der Außenminister.

Die SPD-Bundestagsfraktion drängt auf einen härteren Kurs der Europäer gegenüber Trump. Der außenpolitische Sprecher der Fraktion, Adis Ahmetovic, sagte der Sonntagszeitung: „Europa darf sich von Trump nicht einschüchtern lassen. Wir müssen gemeinsam bei Grönland ein Stoppschild setzen. Trump braucht endlich Klartext.“ Als Vorbild nannte er den brasilianischen Präsidenten Lula. Der habe „Trump mit harten Gegenzöllen zum Einlenken gebracht“.

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Jürgen Hardt, kritisierte Trumps Ansprüche als „anmaßend und auch gegen amerikanisches Interesse gerichtet“. Trump irritiere nicht nur die Nato-Verbündeten, sondern auch weite Teile des US-Kongresses. Gleichzeitig brachte Hardt eine Bundeswehr-Präsenz rund um Grönland ins Spiel: „Dass wir mehr Präsenz im Nordmeer brauchen, ist Konsens in der Nato und sollte eine Nato-gemeinsame Aufgabe sein. Dazu sind Dänen und Grönländer ebenso bereit wie die übrigen Bündnispartner. Es ist unverständlich, dass Trump einerseits mehr Lastenteilung in der Nato fordert, andererseits aber die Sicherheit im Nordmeer offensichtlich ausschließlich als US-Angelegenheit ansieht. Als Bündnis-Aufgabe würde es die US-Streitkräfte entlasten.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Johann Wadephul (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Außenminister Johann Wadephul stellt sich gegen Trumps Drohungen bezüglich Grönland.
  • SPD-Bundestagsfraktion fordert einen härteren Kurs der Europäer gegenüber Trump.
  • CDU/CSU-Fraktion kritisiert Trumps Ansprüche als anmaßend und schlägt Bundeswehr-Präsenz rund um Grönland vor.

Warum ist das wichtig?

  • Arktischer Raum gewinnt an sicherheitspolitischer Bedeutung durch Wettbewerbsinteressen von Russland und China.
  • Wichtigkeit von klaren internationalen Positionen und Allianzen zur Wahrung der Souveränität Grönlands.
  • Notwendigkeit einer gemeinsamen Nato-Strategie zur Sicherstellung von Sicherheit im Nordmeer.

Wer ist betroffen?

  • Außenminister Johann Wadephul (CDU)
  • SPD-Bundestagsfraktion
  • CDU/CSU-Fraktion

Zahlen/Fakten?

  • Außenminister Johann Wadephul äußert sich gegen Trumps Drohungen bezüglich Grönland.
  • SPD-Bundestagsfraktion drängt auf härteren Kurs der Europäer gegenüber Trump.
  • CDU/CSU-Fraktion kritisiert Trumps Ansprüche als anmaßend.

Wie geht’s weiter?

  • Wadephul wird eine gemeinsame Nato-Strategie mit US-Außenminister Rubio besprechen.
  • SPD drängt auf härteren Kurs der Europäer gegen Trump.
  • CDU/CSU-Fraktion spricht sich für mehr Bundeswehr-Präsenz im Nordmeer aus.
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