Lucke fordert "Godesberger Programm" für AfD

20. Juni 2026
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Lucke fordert "Godesberger Programm" für AfD

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Neuorientierung der AfD in Berlin

() – AfD-Mitgründer Bernd Lucke fordert eine programmatische Neuaufstellung seiner früheren Partei. Die AfD müsse sich in einem Grundsatzbeschluss unmissverständlich zu Demokratie, Rechtsstaat, Nato, EU und sozialer Marktwirtschaft bekennen, schreibt der Hamburger Ökonomieprofessor in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“.

Die Ausgrenzung der AfD sei nicht mehr steigerungsfähig, so Lucke. Der Partei werde nicht nur ihre demokratische Grundüberzeugung pauschal abgesprochen, sondern regelmäßig auch eine Wesensgleichheit mit der NSDAP insinuiert. Dies sei infam und angesichts der Singularität des Holocausts durch nichts zu rechtfertigen.

Zugleich räumt Lucke ein, dass es inhaltliche Gründe für die Ablehnung der AfD gebe. Offene Fragen beträfen unter anderem das Menschenbild der Partei, ihre Haltung zu Nato, EU und Russland sowie ihr Selbstverständnis als mögliche Regierungspartei. Zudem hätten Äußerungen einzelner Funktionäre immer wieder Zweifel an der Verfassungstreue der Partei genährt.

Lucke fordert die AfD deshalb zu einem Grundsatzbeschluss nach dem Vorbild des Godesberger Programms der SPD auf. „Die Brandmauer wird fortbestehen, wenn die AfD nicht in einem unübersehbaren Akt die Grundsätze ihres politischen Handelns auf die Verfassung verpflichtet“, schreibt er. In ihrem Godesberger Programm habe die SPD 1959 Ähnliches vollbracht. Die Partei müsse ein Selbstverständnis als „staatstragende Reformpartei, nicht Fundamentalopposition“ entwickeln. Ein solcher Schritt könne ein „Lackmus-Test“ sein – für beide Seiten. Es wäre „gut für unsere Demokratie, wenn die beiderseitigen Verhärtungen aufgebrochen werden könnten“, so Lucke.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Logo (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bernd Lucke fordert programmatische Neuaufstellung der AfD.
  • Lucke schlägt einen Grundsatzbeschluss vor, der sich zu Demokratie, Rechtsstaat, NATO, EU und sozialer Marktwirtschaft bekennt.
  • Er weist auf inhaltliche Ablehnungen der AfD hin und kritisiert die Verfassungstreue einzelner Funktionäre.

Warum ist das wichtig?

  • Stärkung der demokratischen Grundüberzeugungen der AfD
  • Reduzierung der gesellschaftlichen Ausgrenzung der Partei
  • Förderung des Dialogs und der politischen Stabilität in Deutschland

Wer ist betroffen?

  • AfD-Mitgründer Bernd Lucke
  • Mitglieder und Funktionäre der AfD
  • die allgemeine Öffentlichkeit und Wähler

Zahlen/Fakten?

  • Bernd Lucke fordert Grundsatzbeschluss der AfD zu Demokratie, Rechtsstaat, Nato, EU und sozialer Marktwirtschaft
  • Kritik an der pauschalen Abwertung der AfD und deren Vergleich mit der NSDAP
  • Lucke verweist auf inhaltliche Gründe für Ablehnung und die Notwendigkeit eines Selbstverständnisses als staatstragende Reformpartei

Wie geht’s weiter?

  • Programmatische Neuaufstellung der AfD gefordert
  • Grundsatzbeschluss zu Demokratie, Rechtsstaat, Nato, EU und sozialer Marktwirtschaft
  • Entwicklung eines Selbstverständnisses als staatstragende Reformpartei notwendig
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