Linke kritisiert Merz` Kabinettsumbau scharf

24. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik in : Kabinettsumbau stößt auf Kritik
Berlin () – Die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigten Kabinettsumbildungen stoßen in der Linkspartei auf scharfe Kritik.

Linken-Fraktionschef Sören Pellmann sagte der „Rheinischen Post“: „Dieses Land braucht keinen Kabinettsumbau, sondern endlich eine andere Politik.“ Er ergänzte, darauf könne man nicht hoffen. Das ernannte Personal werde nur die Kahlschlagpolitik fortsetzen. Pellmann führte aus: „Beim Kabinettsumbau legt Merz einen Eifer an den Tag, den man sich eher wünschen würde beim Lösen der Probleme des Landes.“

Vor allem am designierten Gesundheitsminister Carsten Linnemann übte Pellmann Kritik. „Dass Merz ausgerechnet Hardliner Linnemann Gesundheit und Pflege verantworten soll, ist als Kampfansage zu verstehen“, sagte er.

Auch Linken-Parteichef Luigi Pantisano zeigte sich skeptisch. „Die CDU bräuchte eine andere Politik. Stattdessen holt Merz sich Personal für die alte Politik“, sagte er der „Rheinischen Post“. Zugleich kündigte Pantisano an: „Die Linke wird mit den Sozialprotesten Widerstand organisieren, egal wie die Minister heißen.“

Die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken wird neue Kanzleramtsministerin und Nachfolgerin von Thorsten Frei. Der Kanzler bestimmte zudem den bisherigen CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zum Bundesgesundheitsminister.

Der Parlamentsgeschäftsführer der SPD, Dirk Wiese, rechnet derweil nach dem Umbau des Kabinetts weiter mit einer guten Zusammenarbeit in der Koalition. Wiese sagte der „Rheinische Post“ (Samstag), mit allen CDU-Politikern in neuer Funktion habe es in den letzten Wochen und Monaten bereits „eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf ihren bisherigen Positionen gegeben. Von daher blicken wir nach den notwendigen Entscheidungen bei unserem Koalitionspartner infolge des Rücktritts von Jens Spahn jetzt gemeinsam entschlossen nach vorne.“

Zugleich sagte Wiese: „Die innen- und außenpolitischen Herausforderungen bleiben für uns als Koalition groß.“ Er wünsche daher zuallererst „allen Kolleginnen und Kollegen einen guten Start in neuer Funktion“, so der SPD-Politiker.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Amthor, Warken, Merz und Linnemann am 24.07.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Linke kritisiert Merz` Kabinettsumbau scharf

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Friedrich Merz kündigt Kabinettsumbildungen an, darunter Nina Warken als neue Kanzleramtsministerin und Carsten Linnemann als Bundesgesundheitsminister
  • Die Linkspartei übt scharfe Kritik, insbesondere daran, dass Linnemann Gesundheit und Pflege verantworten soll
  • Die SPD erwartet nach dem Umbau weiterhin eine gute Zusammenarbeit in der Koalition und wünscht allen Beteiligten einen guten Start

Warum ist das wichtig?

  • Die Linke kritisiert die angekündigten Kabinettsumbildungen als Fortsetzung einer „Kahlschlagpolitik“ und fordert stattdessen eine andere Politik
  • Besonders der designierte Gesundheitsminister Carsten Linnemann soll nach Ansicht der Linken Gesundheit und Pflege als „Kampfansage“ verantworten
  • Die Linke kündigt an, den Widerstand gegen die Politik „egal wie die Minister heißen“ über Sozialproteste zu organisieren

Wer ist betroffen?

  • Linken-Fraktionschef Sören Pellmann
  • designierter Gesundheitsminister Carsten Linnemann
  • Nina Warken, bisherige Gesundheitsministerin

Zahlen/Fakten?

  • Friedrich Merz (CDU) kündigt Kabinettsumbildungen an
  • Sören Pellmann kritisiert den designierten Gesundheitsminister Carsten Linnemann
  • Nina Warken wird neue Kanzleramtsministerin und Nachfolgerin von Thorsten Frei
  • Carsten Linnemann wird Bundesgesundheitsminister
  • SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese erwartet nach dem Umbau eine gute Zusammenarbeit in der Koalition
  • Jens Spahn tritt zurück

Wie geht’s weiter?

  • Die Linke kündigt Widerstand gegen die angekündigten Kabinettsumbildungen an, unabhängig davon, welche Minister eingesetzt werden
  • Die SPD erwartet nach den Entscheidungen im Kabinett eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Koalition und geht gemeinsam entschlossen nach vorne
  • Weitere große innen- und außenpolitische Herausforderungen bleiben bestehen, Ziel ist ein guter Start in den neuen Funktionen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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