Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Debatte um Arbeitszeitflexibilisierung in Berlin
Berlin () – Die Bundestagsabgeordnete und frühere Parteichefin der Linken, Janine Wissler, hat in der Debatte um mehr Arbeitszeitflexibilisierung eine Aufweichung des Achtstundentags klar abgelehnt.
Den Sendern RTL und ntv sagte Wissler am Freitag: „Wir sagen grundsätzlich: Hände weg vom Achtstundentag.“ Statt längere Tage zu ermöglichen, müsse man „über Fragen wie Arbeitszeitreduzierung wieder diskutieren, gerade den technischen Fortschritt auch zu nutzen, dass die Lebensqualität von uns allen steigt“.
Sie halte es für einen großen Fehler, dass man überhaupt das so in den Koalitionsvertrag geschrieben habe, so Wissler. Es gebe schon heute zahlreiche gesetzliche und tarifliche Ausnahmen, um Arbeitszeiten flexibel zu regeln. Grundsätzlich sei natürlich alles richtig, um die Tarifverträge zu stärken, betonte sie. Aber sie sagte grundsätzlich: „Hände weg vom Achtstundentag“.
„Wir leben ja nicht, um zu arbeiten“, erklärte die Linken-Politikerin. Flexibilisierung sei nötig, dürfe aber nicht so sein, dass das immer nur zulasten der Beschäftigten gehe und den Arbeitstag immer weiter verlängern.
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