Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftspolitik in Berlin: Linke fordert Reformen
Berlin () – Linken-Chefin Ines Schwerdtner, verlangt zur Modernisierung der deutschen Wirtschaft ein massives Konjunkturprogramm. Das bestehende Sondervermögen für die Infrastruktur reiche aus ihrer Sicht bei Weitem nicht aus, sagte sie dem Sender ntv.
„Wir bräuchten mehrere hundert Milliarden Euro, um Industrie, Bauwirtschaft und Infrastruktur wirklich zu modernisieren und wieder anzukurbeln“, so Schwerdtner. Das aktuelle, 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für die Infrastruktur bezeichnete die Parteichefin als einen „Tropfen auf den heißen Stein“. Dieses Geld werde ohnehin hauptsächlich für die reine Instandhaltung von Brücken und Straßen genutzt. Um die nötigen Summen zu mobilisieren, fordert sie eine Reform der Finanzpolitik: „Wir wollen ja an die Schuldenbremse“, so Schwerdtner.
Zur Finanzierung der geforderten Maßnahmen sowie weiterer Entlastungen schlägt Schwerdtner die Einführung einer „Übergewinnsteuer“ für Mineralölkonzerne vor. Diese nannte sie ein „Multi-Tool“. Die Einnahmen aus einer solchen Steuer sollen unter anderem ein „Energiekrisengeld“ von 150 Euro, die Senkung der Stromsteuer und die Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets finanzieren. Zudem bekräftigte Schwerdtner die Forderung nach einer Vermögensteuer für sogenannte Superreiche. „Milliardäre abschaffen. Ab einer Milliarde werden nach unserem Konzept zwölf Prozent Vermögensteuer fällig.“ Sorgen vor negativen Folgen für den Wirtschaftsstandort wies Schwerdtner zurück: Eine Vermögensteuer werde der Wirtschaft nicht schaden, sondern könne durch höhere Kaufkraft und öffentliche Investitionen sogar positive Effekte haben.
Scharfe Kritik übte die Linken-Chefin an der Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Dem Haushalt der Koalition warf sie vor, durch zahlreiche Sondertöpfe komplett undurchsichtig zu sein. Es sei die „Planlosigkeit und ihre Ignoranz gegenüber der Lage der normalen Leute, die für Frust bei den Menschen sorgt“. Die Aufgabe der Linken sei es, diesem Unmut ein „sinnvolleres Ventil“ zu geben und den Protest sozial zu organisieren, damit nicht die Rechten davon profitieren.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ines Schwerdtner (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ines Schwerdtner fordert ein massives Konjunkturprogramm zur Modernisierung der deutschen Wirtschaft.
- Sie schlägt die Einführung einer "Übergewinnsteuer" für Mineralölkonzerne sowie eine Vermögensteuer für Superreiche vor.
- Schwerdtner übt Kritik an der undurchsichtigen Haushaltsführung der Bundesregierung und der Ignoranz gegenüber der Bevölkerung.
Warum ist das wichtig?
- Modernisierung der deutschen Wirtschaft ist entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit.
- Hohe Investitionen sind notwendig, um Infrastruktur und Industrie zukunftssicher zu machen.
- Einführung von Steuern auf Übergewinne kann soziale Entlastungen und öffentliche Investitionen finanzieren.
Wer ist betroffen?
- Industrie
- Bauwirtschaft
- Infrastruktur
Zahlen/Fakten?
- mehrere hundert Milliarden Euro für Modernisierung der deutschen Wirtschaft gefordert
- 500 Milliarden Euro Sondervermögen für Infrastruktur als unzureichend bezeichnet
- 150 Euro "Energiekrisengeld" vorgeschlagen zur Finanzierung von Entlastungen
Wie geht’s weiter?
- Forderung nach einem massiven Konjunkturprogramm zur Modernisierung der Wirtschaft
- Einführung einer Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne zur Finanzierung weiterer Entlastungen
- Beibehaltung der Forderung nach einer Vermögensteuer für Superreiche
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