Landkreistag weist Schneiders Hitzeschutz-Aussagen zurück

29. Juni 2026
1 min Lesezeit

Landkreistag weist Schneiders Hitzeschutz-Aussagen zurück

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Kommunalfinanzierung und Hitzeschutz in Berlin

() – Der Deutsche Landkreistag weist die Aussagen von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) zurück, wonach der Bund die Kommunen über das Sondervermögen ausreichend beim Hitzeschutz unterstützt.

„Das Sondervermögen kann beim Hitzeschutz vielleicht im Einzelfall einmal helfen, aber es ersetzt definitiv keine auskömmliche kommunale Finanzausstattung“, sagte Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Hitzeschutz sei eine Daueraufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. Darauf nur anlassbezogen zu reagieren, greife deshalb ersichtlich zu kurz. „Landkreise, Städte und Gemeinden brauchen stattdessen dauerhaft mehr Finanzmittel, um planvoll und im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes handeln zu können“, forderte der CDU-Politiker.

Schon jetzt würden Landkreise Hitzeaktionspläne erstellen, Einrichtungen beraten, Gesundheits- und Bevölkerungsschutz koordinieren und konkrete Anpassungsmaßnahmen umsetzen. „Wenn das nicht nur reiner Aktionismus sein, sondern nachhaltig wirken soll, braucht es dafür aber nicht nur Investitionsmittel, sondern dauerhaft auch Personal und Planungssicherheit“, sagte Brötel den Funke-Zeitungen. Der Bund könne mit dem Sondervermögen zwar einen gewissen Beitrag leisten. „Am Ende ist das aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es wäre daher komplett falsch, daraus schließen zu wollen, die Frage sei damit erledigt.“

Brötel reagierte damit auf Aussagen von Schneider, der für Klimaanpassungsmaßnahmen auf die 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen verwiesen hatte, die Ländern und Kommunen zur Verfügung stehen. „Ich finde, das ist ausreichend“, hatte Schneider gesagt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Carsten Schneider (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Deutscher Landkreistag weist Aussagen von Bundesumweltminister Carsten Schneider zurück.
  • Finanzierung für Hitzeschutz sei unzureichend, es werde mehr dauerhaftes Geld benötigt.
  • Landkreise benötigen Planungssicherheit und Personal für nachhaltige Maßnahmen.

Warum ist das wichtig?

  • Wichtig für die kommunale Daseinsvorsorge und langfristige Planung.
  • Bedarf an dauerhaft höheren Finanzmitteln für nachhaltige Anpassungsmaßnahmen.
  • Vorbeugender Hitzeschutz erfordert mehr als temporäre Lösungen.

Wer ist betroffen?

  • Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD)
  • Deutsche Landkreistag, vertreten durch Achim Brötel
  • Landkreise, Städte und Gemeinden

Zahlen/Fakten?

  • 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für Klimaanpassungsmaßnahmen
  • Hitzeschutz ist eine Daueraufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge
  • Gemeinderäte benötigen mehr Finanzmittel, Personal und Planungssicherheit

Wie geht’s weiter?

  • Bundesumweltministerium muss die kommunale Finanzausstattung erhöhen.
  • Langfristige Planung für Hitzeschutz erforderlich.
  • Zusätzliche Investitionsmittel sowie Personal und Planungssicherheit notwendig.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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