Kommunen fordern Grundgesetzänderung für Klimaanpassung

29. Juni 2026
1 min Lesezeit

Kommunen fordern Grundgesetzänderung für Klimaanpassung

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Klimapolitik in Deutschland: Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen

() – Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, André Berghegger, drängt auf eine Grundgesetzänderung, um eine bessere Finanzierung von Klimaanpassungs- und Hitzeschutzmaßnahmen durch Bund und Länder zu ermöglichen.

„Die Anpassung an Extremwetterereignisse, wie beispielsweise Hitze, Starkregen oder Unwetter, wird immer bedeutender“, sagte Berghegger dem „Redaktionsnetzwerk „. Das hätten die letzten Tage mit Rekordtemperaturen noch einmal deutlich gemacht.

Die Städte und Gemeinden hätten bereits eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels sei jedoch aufwendig und kostenintensiv. „In Zeiten extremer Finanznot der Kommunen ist es vielerorts nicht möglich, alles zu finanzieren, was zum Schutz der Bevölkerung notwendig wäre“, sagte Berghegger. Es sei daher angebracht, einen neuen Finanzierungsweg zu etablieren, der die notwendigen Maßnahmen ermögliche.

„Da es sich bei Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handelt, ist eine Finanzierung durch Bund und Länder unabdingbar“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Kommunalverbands. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund erneuere daher seinen Vorschlag, eine neue Gemeinschaftsaufgabe „Klimaschutz und Klimaanpassung“ nach Art. 91a GG zu schaffen. So könnten Bund und Länder anteilig die dringend notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zum klimaangepassten Umbau der Innenstädte und Ortskerne finanzieren.

Die Gelder des Sondervermögens seien dafür nicht ausreichend. „Bei einem kommunalen Investitionsrückstand von mehr als 230 Milliarden Euro reichen die in den kommenden Jahren für die Kommunen zusätzlich verfügbaren Mittel in Höhe von rund 66 Milliarden Euro bereits jetzt nicht einmal annähernd aus“, erklärte Berghegger.

CDU, CSU und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die Einführung einer „Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung“ zu prüfen. Konkrete Angaben zu einem Zeitplan dafür konnte das Bundesumweltministerium in der Regierungspressekonferenz am Montag nicht machen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sommer am 25.06.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • André Berghegger fordert eine Grundgesetzänderung für bessere Finanzierung von Klimaanpassungs- und Hitzeschutzmaßnahmen.
  • Städten und Gemeinden fehlt oft das Geld für notwendige Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.
  • CDU, CSU und SPD prüfen die Einführung einer "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung".

Warum ist das wichtig?

  • Anpassung an Extremwetterereignisse wird immer wichtiger.
  • Notwendige finanzielle Mittel sind aufgrund extremer Finanznot vieler Kommunen nicht ausreichend.
  • Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe erfordert staatliche Finanzierung für Klimaschutzmaßnahmen.

Wer ist betroffen?

  • Städte und Gemeinden
  • Bevölkerung
  • Kommunen

Zahlen/Fakten?

  • Kommunaler Investitionsrückstand von mehr als 230 Milliarden Euro
  • Zusätzliche verfügbare Mittel in Höhe von rund 66 Milliarden Euro
  • Vorschlag für eine neue Gemeinschaftsaufgabe "Klimaschutz und Klimaanpassung" nach Art. 91a GG

Wie geht’s weiter?

  • Dringende Finanzierung von Klimaanpassungsmaßnahmen durch Bund und Länder erforderlich
  • Prüfung der Einführung einer "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung"
  • Keine konkreten Angaben zum Zeitplan von Bundesumweltministerium
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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