Hubig will Verfassungstreue von Schöffen gesetzlich regeln

15. Juni 2026
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Hubig will Verfassungstreue von Schöffen gesetzlich regeln

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Justizpolitik in Deutschland: Rechtsextremismus verhindern

() – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will verhindern, dass Rechtsextremisten die Gerichte durch die Wahl von Schöffen unterwandern. Sie arbeitet an einem entsprechenden Gesetzentwurf, berichtet das „Redaktionsnetzwerk „.

„Der Rechtsextremismus ist die größte Gefahr für unsere Demokratie und wir müssen unseren Rechtsstaat stärken für die Auseinandersetzung mit Verfassungsfeinden und Extremisten“, sagte Hubig dem RND. „Ich blicke da natürlich vor allem auf die Justiz. Wer für die Justiz arbeitet, muss mit beiden Füßen auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen. Wir arbeiten deshalb gerade an einem Gesetzentwurf, der die Verfassungstreue und die Wahl von Schöffen klarer regeln soll.“

Es gebe Hinweise darauf, dass sich zunehmend Kandidaten als Schöffen bewerben, die nicht mehr auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen, fügte die Ministerin hinzu. Das könne nicht sein. Wer Schöffe werden wolle, müsse sich verfassungstreu verhalten. Das werde man gesetzlich klarstellen. Man sehe zum Beispiel in , dass der Rechtsstaat Angriffen ausgesetzt sei, indem die Wahl von Verfassungsrichtern blockiert werde. Das dürfe nicht sein und gelte bei den Schöffenwahlen in ähnlicher Weise. Hier werde man „bald einen Regelungsvorschlag vorlegen, um die Folgen möglicher Blockaden zu mindern“.

Schon zu Zeiten der Ampelkoalition hatte es Berichte gegeben, dass in Deutschland zehntausende ehrenamtliche Schöffen fehlten und es an geeigneten Bewerbern mangele. Rechte Netzwerke hätten ihre Anhänger deshalb aufgefordert, die Lücken zu füllen, hieß es. Kontrollen finden demnach kaum statt.

Mit Blick auf ein Verfahren für ein Verbot der AfD zeigte sich die SPD-Politikerin zurückhaltend. „Ein Parteiverbot ist das schärfste Schwert, das unser Grundgesetz bereithält“, sagte sie. Da müsse ernsthaft geprüft werden, ob die Voraussetzungen bei der AfD gegeben sein könnten. Die politische Auseinandersetzung führe man ohnehin weiter. Und man müsse verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Die Leute erwarteten, dass man in Bund und Ländern eine gute Politik mache. „Mir macht es große Sorgen, dass die AfD beispielsweise in einen so großen Zuspruch findet, obwohl sie als rechtsextremistisch eingestuft ist.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Justizzentrum (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig arbeitet an einem Gesetzentwurf, um Rechtsextremisten die Unterwanderung der Gerichte durch Schöffenwahl zu verhindern.
  • Es gibt Hinweise darauf, dass sich zunehmend ungeeignete Kandidaten als Schöffen bewerben, die nicht verfassungstreu sind.
  • Es fehlen zehntausende ehrenamtliche Schöffen in Deutschland, und rechte Netzwerke haben ihre Anhänger aufgefordert, diese Lücken zu füllen.

Warum ist das wichtig?

  • Verhinderung der Unterwanderung von Gerichten durch Rechtsextremisten
  • Stärkung des Rechtsstaats und der Verfassungstreue in der Justiz
  • Notwendigkeit von Regelungen zur Sicherstellung der Eignung von Schöffen

Wer ist betroffen?

  • Rechtsextremisten
  • Kandidaten für Schöffen
  • Verfassungsfeinde und Extremisten

Zahlen/Fakten?

  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig arbeitet an einem Gesetzentwurf gegen Rechtsextremismus in der Justiz.
  • Anzeichen für eine Zunahme von Schöffen-Kandidaten, die nicht verfassungstreu sind.
  • In Deutschland fehlen zehntausende ehrenamtliche Schöffen; Rechte Netzwerke rufen zur Bewerbung auf.

Wie geht’s weiter?

  • Gesetzentwurf zur Regelung der Verfassungstreue bei Schöffen wird erarbeitet
  • Vorschlag zur Minderung der Folgen möglicher Blockaden bei Schöffenwahlen wird bald vorgelegt
  • Prüfung, ob Voraussetzungen für ein Parteiverbot der AfD gegeben sind
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