Hamburg-Erklärung: Nordsee-Staaten wollen neues Energie-Drehkreuz

26. Januar 2026
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Hamburg-Erklärung: Nordsee-Staaten wollen neues Energie-Drehkreuz

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Offshore-Energie und Sicherheitskooperation in Hamburg

Hamburg () – Die Staats- und Regierungschefs mehrerer Anrainerstaaten haben sich beim dritten Nordsee-Gipfel in Hamburg auf eine engere Zusammenarbeit beim Ausbau der Offshore-Energie verständigt.

Mit der sogenannten Hamburg-Erklärung bekräftigen die teilnehmenden Staaten ihr Ziel, die Nordsee zur weltweit größten Drehscheibe für saubere Energie zu entwickeln. Grundlage sollen vor allem Offshore-Windenergie, grenzüberschreitende Stromnetze und eine stärkere Vernetzung der Energieinfrastruktur sein. Unterschrieben haben Vertreter von , , , Deutschland, Irland, , den Niederlanden, und Großbritannien.

Damit wollen die Staaten nach eigenen Angaben Europas Energiesicherheit stärken, Energiepreise stabilisieren, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern und bis 2050 Klimaneutralität erreichen.

Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen betonten die Unterzeichner die wachsende Bedeutung der Energie- und Infrastruktur-sicherheit. Die Erklärung verweist auf zunehmende Bedrohungen durch Sabotage, Cyberangriffe und andere hybride Angriffe auf maritime Energieanlagen und fordert eine engere internationale Koordinierung.

Die Staaten halten an dem bereits beim Nordsee-Gipfel in Ostende formulierten Ziel von 300 Gigawatt Offshore-Windleistung bis 2050 fest. Um Investitionen wieder anzukurbeln, sollen Genehmigungsverfahren beschleunigt, Ausschreibungen verlässlicher gestaltet und Lieferketten gestärkt werden. Zudem sollen europäische Produktionskapazitäten und Hafeninfrastrukturen gezielt ausgebaut werden.

Darüber hinaus kündigen die Unterzeichner an, grenzüberschreitende Offshore-Projekte stärker zu fördern. Bis zu 100 Gigawatt der angestrebten Gesamtkapazität sollen durch gemeinsame Projekte realisiert werden. Dafür soll ein gemeinsamer Finanzierungsrahmen entwickelt werden, unter Einbindung der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank. Auch der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in der Nordsee-Region spielt eine zentrale Rolle. Die Staaten wollen Projekte fördern, die Offshore-Windenergie mit der Produktion, dem Transport und der Speicherung von klimaneutralem Wasserstoff verbinden.

Angesichts wachsender Sicherheitsrisiken unterstützen die Teilnehmer zudem eine verstärkte Zusammenarbeit zum Schutz der Offshore-Energieinfrastruktur, auch im Rahmen der Nato. Vorgesehen sind unter anderem bessere Koordinierung von Sicherheitsbehörden, gemeinsame Übungen sowie Maßnahmen gegen substandardisierte Schiffe.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nordsee-Gipfel am 26.01.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Staats- und Regierungschefs der Nordsee-Anrainerstaaten haben sich auf engere Zusammenarbeit beim Ausbau der Offshore-Energie verständigt.
  • Die Hamburg-Erklärung zielt darauf ab, die Nordsee zur größten Drehscheibe für saubere Energie zu entwickeln und beschreibt konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Energiesicherheit.
  • Gemeinsame Projekte im Bereich Offshore-Windenergie und der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft werden gefördert.

Warum ist das wichtig?

  • Stärkung der Energiesicherheit Europas
  • Erreichung von Klimaneutralität bis 2050
  • Förderung grenzüberschreitender Offshore-Projekte

Wer ist betroffen?

  • Staats- und Regierungschefs mehrerer Anrainerstaaten
  • Vertreter von Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen und Großbritannien
  • Europäische Kommission und Europäische Investitionsbank

Zahlen/Fakten?

  • Ziel: 300 Gigawatt Offshore-Windleistung bis 2050
  • Bis zu 100 Gigawatt durch gemeinsame grenzüberschreitende Projekte
  • Klimaneutralität bis 2050 angestrebt

Wie geht’s weiter?

  • Intensivierung der Zusammenarbeit beim Ausbau der Offshore-Energie
  • Förderung grenzüberschreitender Offshore-Projekte und Entwicklung eines gemeinsamen Finanzierungsrahmens
  • Stärkung der Sicherheitsmaßnahmen für Offshore-Energieinfrastruktur
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