Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitsreform und ihre Folgen in Berlin
Berlin () – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnt davor, dass die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung zu einem massiven Rückgang der Versorgung führen könnte. Wie die „Bild“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf ein Papier der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zum „einnahmeorientierten Leistungsangebot“ berichtet, könnten rund 46 Millionen Behandlungsfälle pro Jahr wegfallen.
Die KBV warnte, dass die geplanten Maßnahmen die Versorgung spürbar einschränken könnten. „Die Anzahl der nicht bezahlten Behandlungsfälle summiert sich im kommenden Jahr auf rund 46 Millionen“, heißt es in dem Papier. Das entspreche einem Minus um acht Prozent.
Besonders drastisch fällt ein mögliches Szenario aus, das die Ärzte ebenfalls berechnen: Würden Praxen ihre Tätigkeit auf das gesetzlich vorgeschriebene Minimum von 25 Sprechstunden pro Woche begrenzen, fielen rund 169 Millionen Behandlungsfälle weg. Die KBV führt die Entwicklung auf die geplante Begrenzung der Vergütung in der ambulanten Versorgung zurück.
„Kommt dieses Gesetz in der bisher vorliegenden Form, werden die Kassenärztlichen Vereinigungen das ambulante Leistungsangebot gemäß den gesetzlichen Vorgaben anpassen, im Klartext: reduzieren müssen“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen der Zeitung. Es sei ein „heckenschnittartiges Spargesetz“, das die Versorgung der Patienten treffe.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- KBV warnt vor massivem Rückgang der medizinischen Versorgung durch geplante Gesundheitsreform.
- Rund 46 Millionen Behandlungsfälle pro Jahr könnten wegfallen.
- Begrenzung der Vergütung und Reduzierung der Sprechstunden drohen drastische Einschnitte bei der Patientenversorgung.
Warum ist das wichtig?
- Möglicher massiver Rückgang der Patientenversorgung in Deutschland
- Verlust von rund 46 Millionen Behandlungsfällen pro Jahr
- Geplante Vergütungsbegrenzung führt zu einem drastischen Sinken des ambulanten Leistungsangebots
Wer ist betroffen?
- 46 Millionen Behandlungsfälle pro Jahr
- Patienten
- Ärzte
Zahlen/Fakten?
- Rund 46 Millionen Behandlungsfälle pro Jahr könnten wegfallen
- Minus um acht Prozent in der Versorgung
- Rund 169 Millionen Behandlungsfälle könnten wegfallen, wenn Praxen auf 25 Sprechstunden pro Woche begrenzen
Wie geht’s weiter?
- Analysieren der Auswirkungen der Gesundheitsreform auf die Patientenversorgung
- Anpassung des ambulanten Leistungsangebots durch Kassenärztliche Vereinigungen
- Mögliche Reduzierung der Sprechstunden in den Praxen
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