Politik: SPD gegen Wahlhürde-Senkung in Berlin
Berlin () – Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, weist mögliche Überlegungen zu einer Senkung der Fünf-Prozent-Hürde bei Wahlen zurück. „Die Fünf-Prozent-Hürde hat sich bewährt“, sagte Fechner der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). „Sie schafft Stabilität und erleichtert die Regierungsbildung, wie der Vergleich etwa zu Holland zeigt.“
„Die Abschaffung oder Herabsenkung würde die Regierungsbildung erheblich erschweren. Denn je mehr Parteien an einer Regierung beteiligt sind, desto schwieriger ist die Kompromissfindung.“ Der SPD-Politiker führte aus: „Es ist sinnvoll, dass nur Parteien in Parlamenten mitgestalten, die einen gewissen Rückhalt in der Bevölkerung haben, und das ist bei Kleinstparteien, die nur drei Prozent holen, nicht der Fall.“
Fechners Parteifreund, Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann, hatte sich zuvor für eine Senkung der Hürde ausgesprochen. Auch der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatte eine Absenkung angeregt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Johannes Fechner (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Johannes Fechner (SPD) widerspricht Überlegungen, die Fünf-Prozent-Hürde bei Wahlen zu senken oder abzuschaffen
- Er begründet dies damit, dass die Hürde Stabilität schafft und die Regierungsbildung erleichtert; ohne sie werde die Kompromissfindung schwieriger
- Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann sowie der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier hatten zuvor eine Senkung der Hürde angeregt
Warum ist das wichtig?
- Die Fünf-Prozent-Hürde schafft Stabilität und erleichtert die Regierungsbildung
- Eine Abschaffung oder Herabsenkung würde die Regierungsbildung erheblich erschweren, weil mehr Parteien die Kompromissfindung schwieriger machen
- Nur Parteien mit nachweislichem Rückhalt sollten mitgestalten; Kleinstparteien mit sehr niedrigem Stimmenanteil hätten dafür nicht ausreichend Basis
Wer ist betroffen?
- Johannes Fechner (parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion)
- Armin Willingmann (Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat)
- Hans-Jürgen Papier (früherer Präsident des Bundesverfassungsgerichts)
Zahlen/Fakten?
- 5-Prozent-Hürde bei Wahlen
- Kleinstparteien holen nur rund 3 Prozent
- Vergleich mit Holland zur Regierungsbildung
Wie geht’s weiter?
- Die SPD-Fraktion lehnt eine Abschaffung oder Herabsenkung der Fünf-Prozent-Hürde ab
- Begründung ist, dass die Hürde Stabilität schafft und die Regierungsbildung erleichtert, während sie ohne Hürde erschwert würde
- Forderungen zur Senkung kommen zwar von Parteifreunden und Hans-Jürgen Papier, werden aber zurückgewiesen
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