Ex-Bundestagspräsident gegen Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde

30. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik: Sperrklausel im Bundestag

() – Der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat sich gegen eine Streichung der Fünf-Prozent-Hürde bei Bundestagswahlen ausgesprochen. „Ich kann für diesen Vorschlag weder eine Notwendigkeit noch eine wirkliche Zweckmäßigkeit erkennen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Nachweislich hat die Fünf-Prozent-Klausel in den vergangenen Jahrzehnten nicht dem Einzug neuer Parteien im Deutschen Bundestag im Wege gestanden.“

Lammert verwies dabei unter anderem auf die Grünen und die AfD, die den Einzug ins Parlament schafften. Auch der Linken sei der Wiedereinzug in den Bundestag 2025 trotz Spaltung vom Wagenknecht-Flügel gelungen.

„Das Argument, dass die Hürde eine Denkmalschutzwirkung für etablierte Parteien habe, trifft erkennbar nicht zu“, sagte Lammert. Es könne zugleich „nicht im Interesse der Handlungsfähigkeit eines politischen Systems liegen, durch das Wahlverfahren jede Parteispaltung zu begünstigen“, so Lammert weiter.

Die Sperrklausel soll einer Zersplitterung der Parlamente entgegenwirken. Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatte Anfang der Woche dem „Tagesspiegel“ gesagt, die Fünf-Prozent-Hürde sei „nicht mehr zeitgemäß“. Er plädierte dafür, die Sperrklausel bei Bundestagswahlen von fünf auf drei Prozent abzusenken.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wahllokal (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ex-Bundestagspräsident gegen Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Norbert Lammert spricht sich gegen die Streichung der Fünf-Prozent-Hürde bei Bundestagswahlen aus und hält den Vorschlag für nicht notwendig oder zweckmäßig
  • Er argumentiert, dass neue Parteien trotz der Sperrklausel in den Bundestag einziehen konnten, und verweist auf Grüne, AfD sowie die Linken
  • Hans-Jürgen Papier hatte zuvor dafür plädiert, die Sperrklausel von fünf auf drei Prozent abzusenken

Warum ist das wichtig?

  • Die Fünf-Prozent-Klausel hilft, eine Zersplitterung der Parlamente zu begrenzen und damit die Handlungsfähigkeit politischer Systeme zu unterstützen
  • Eine Absenkung oder Streichung der Sperrklausel könnte Parteispaltungen begünstigen, statt sie zu verhindern
  • Laut Lammert hat die Fünf-Prozent-Klausel in den vergangenen Jahrzehnten nachweislich nicht verhindert, dass neue Parteien wie Grüne und AfD in den Bundestag eingezogen sind

Wer ist betroffen?

  • Norbert Lammert (CDU)
  • Die Grünen
  • Die AfD
  • Die Linke

Zahlen/Fakten?

  • Norbert Lammert sprach sich gegen die Streichung der Fünf-Prozent-Hürde bei Bundestagswahlen aus
  • Sperrklausel soll einer Zersplitterung der Parlamente entgegenwirken
  • Vorschlag von Hans-Jürgen Papier: Fünf-Prozent-Hürde auf drei Prozent absenken

Wie geht’s weiter?

  • Lammert spricht sich gegen eine Streichung der Fünf-Prozent-Hürde aus und betont, dass sie in der Vergangenheit nicht den Einzug neuer Parteien verhindert habe
  • Er widerspricht dem Argument, die Sperrklausel schütze etablierte Parteien vor Spaltung, und warnt davor, Parteispaltungen durch das Wahlverfahren zu begünstigen
  • Hans-Jürgen Papier fordert stattdessen, die Sperrklausel von fünf auf drei Prozent abzusenken
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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