Ehemaliger CDU-Fraktionschef will Direktzahlungen in Krisen

28. April 2026
1 min Lesezeit

Ehemaliger CDU-Fraktionschef will Direktzahlungen in Krisen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Berlin: Energiepolitik und staatliche Unterstützung

() – Der Digitalpolitiker und frühere CDU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus fordert für Notsituationen wie die aktuelle Energiepreiskrise einen staatlichen Direktauszahlungsmechanismus. „Es ist in der Tat schlecht, dass wir es bisher nicht schaffen, diesen Kanal zu nutzen“, sagte Brinkhaus dem „Tagesspiegel Background“ (Dienstagausgabe). „Wir brauchen für Notsituationen diesen Direktauszahlungsweg, um zielgenau, und nicht mit der Gießkanne, in Krisensituationen zu helfen.“

Er bedauerte auch, dass es kein Pro-Kopf-Klimageld gebe. Dies würde zwar auch allen zugutekommen. Es sei eine Frage der Fairness, gegenüber den Bürgern, „die Mehrbelastungen durch den höheren CO2-Preis zumindest zu Teilen wieder zurückzugeben“, so Brinkhaus.

Zur aktuellen Situation bei den Energiepreisen sagte er, dass aus seiner Sicht zu wenig Lehren aus der vergangenen Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die gezogen wurden. „Wenn in einer Weltregion eine Krise ist, schlägt das bei uns zu hart durch. Deswegen ist es wichtig, dass wir unsere Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten reduzieren“, so Brinkhaus.

Zu der Kritik, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) fahre mit ihren Energiegesetzen einen Kurs pro Fossile, sagte Brinkhaus: „Es wäre, bei allem, was Katherina Reiche wirklich gut macht, einfacher, wenn das Thema `Erneuerbare und Energieeffizienz` positiver `geframt` würde.“

In der aktuellen Lage Abstriche etwa beim Emissionshandel zu machen, wie dies auch in Teilen der CDU/CSU gefordert wird, lehnt Brinkhaus ab. „Der ETS-2 für Gebäude und Verkehr muss erhalten bleiben. Die Diskussion darüber läuft gerade in die falsche Richtung.“ Unternehmen hätten im Hinblick auf beide Emissionshandelssysteme, also für die Industrie (ETS-1) sowie für Gebäude und Verkehr (ETS-2), investiert und bräuchten jetzt Planungssicherheit.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ralph Brinkhaus (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ralph Brinkhaus fordert einen staatlichen Direktauszahlungsmechanismus für Notsituationen wie die Energiepreiskrise.
  • Er bedauert das Fehlen eines Pro-Kopf-Klimageldes zur Rückgabe von CO2-mehrbelastungen an Bürger.
  • Brinkhaus kritisiert, dass zu wenig aus der vergangenen Energiekrise gelernt wurde und befürwortet die Reduzierung der Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten.

Warum ist das wichtig?

  • Staatlicher Direktauszahlungsmechanismus ist notwendig für zielgerichtete Hilfe in Krisensituationen.
  • Pro-Kopf-Klimageld wäre fair und würde Bürger entlasten.
  • Reduzierung der Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten ist wichtig für zukünftige Krisenprävention.

Wer ist betroffen?

  • Bürger, die durch höhere CO2-Preise belastet sind
  • Unternehmen, die in Emissionshandelssysteme investiert haben
  • Menschen in Notsituationen während der Energiepreiskrise

Zahlen/Fakten?

  • Ralph Brinkhaus fordert staatlichen Direktauszahlungsmechanismus für Notsituationen.
  • Bedauert Fehlen eines Pro-Kopf-Klimageldes zur Rückgabe von CO2-Mehrbelastungen.
  • Kritisiert mangelnde Lehren aus der Energiekrise nach dem Ukraine-Konflikt.

Wie geht’s weiter?

  • Einführung eines staatlichen Direktauszahlungsmechanismus für Notsituationen
  • Forderung nach einem Pro-Kopf-Klimageld zur Rückgabe von Mehrbelastungen
  • Reduzierung der Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten
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