Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik und Pandemie-Management in Deutschland
Berlin () – Der Virologe Christian Drosten hat den Umgang in Deutschland mit der Corona-Pandemie verteidigt.
„Es gibt keine deutsche Pandemie“, sagte Drosten am Montag in der Anhörung der Enquete-Kommission Corona des Bundestags. „Fachexpertise ist international. Die Vorstellung, dass einzelnen Gesundheitssystemen vieler Länder dieselben groben Fehler unterlaufen sind und dies von der internationalen Fachgemeinschaft nicht bemerkt wurde, ist nicht mit der Realität abzugleichen.“
Die Gefahr der Pandemie sei von der „dynamischen Übertragbarkeit“ des Virus ausgegangen und nicht von kleinteilig diskutierten statistischen Werten wie der Sterblichkeit im Vergleich zur Grippe beispielsweise, so Drosten weiter. In „jedem Szenario einer unkontrollierten ersten Welle“ hätten sich sehr hohe Patienten- und Todesfallzahlen ergeben.
Gerade in dieser frühen Welle sei die „Effizienz der deutschen Pandemiekontrolle“ international anerkannt worden, fügte der Virologe hinzu. Neben der Entwicklung eines mRNA-Impfstoffes sei auch die frühzeitige flächendeckende Verfügbarkeit einer PCR-Diagnostik entscheidend gewesen. Durch eine daraus resultierende Verzögerung der Infektionsketten sei Zeit für politische Entscheidungsfindungen gewonnen worden.
Kritik äußerte er an einem zu selektiven Schutz für ältere Menschen. Dabei seien jüngere Menschen aus Risikogruppen zunächst teilweise übersehen worden. Weiter sprach sich Drosten für eine gut finanzierte Infektionsforschung aus. Pandemiekontrolle werde auch in Zukunft nach dem Motto „Wir bauen das Schiff, während wir schon lossegeln müssen“ funktionieren. Dafür brauche es tagesaktuelle Forschungsergebnisse.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anhörung der Corona-Enquete-Kommission am 01.12.2025 |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Christian Drosten verteidigt den Umgang Deutschlands mit der Corona-Pandemie.
- Er betont, dass die Gefahr der Pandemie von der dynamischen Übertragbarkeit des Virus ausging.
- Kritisiert wird der selektive Schutz für ältere Menschen, während jüngere Risikogruppen übersehen wurden.
Warum ist das wichtig?
- Verteidigung des deutschen Pandemie-Managements durch Behörden und Experten
- Betonung der internationalen Fachexpertise und schnellere Entscheidungsfindung durch PCR-Diagnostik
- Notwendigkeit für kontinuierliche Infektionsforschung und breitere Schutzmaßnahmen für alle Risikogruppen
Wer ist betroffen?
- ältere Menschen
- jüngere Menschen aus Risikogruppen
- internationale Fachgemeinschaft
Zahlen/Fakten?
- "Es gibt keine deutsche Pandemie."
- Hohe Patienten- und Todesfallzahlen in unkontrollierten Szenarien.
- Effizienz der deutschen Pandemiekontrolle international anerkannt.
Wie geht’s weiter?
- Stärkung der internationalen Fachexpertise in der Pandemie-Bewältigung
- Förderung der Infektionsforschung und tagesaktueller Forschungsergebnisse
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