Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitsreform in Nordrhein-Westfalen: Diskussionen über Einsparungen
Düsseldorf () – Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht Nachbesserungsbedarf bei der Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Das berichtet die „Rheinische Post“ (Freitagausgabe).
Zwar unterstützte er das Ziel der Reform seiner Parteifreundin. „Wir stehen vor erheblichen Herausforderungen bei der Finanzierung unseres Gesundheitssystems“, sagte Laumann.
Es brauche umfassende Finanz- sowie Strukturreformen, damit auch künftige Generationen von unserem Solidarsystem profitieren könnten. Ohne derartige Anpassungen würden die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung weiterhin steigen. Er teile daher den Ansatz der einnahmeorientierten Ausgabenpolitik, bei der Krankenkassen nur noch die Mittel verausgaben sollen, die sie auch einnehmen. Dies betreffe alle Leistungsbereiche.
Allerdings verlangte Laumann, dass die Einsparungen fair verteilt werden. Durch die Aussetzung der Meistbegünstigungsklausel im Jahr 2026 hätten die Krankenhäuser bereits 1,8 Milliarden Euro zur GKV-Stabilisierung beigetragen. Der Entwurf des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes sehe nun ebenfalls einen hohen Anteil der Einsparungen für den Bereich der Krankenhäuser vor. Die geplanten Einsparungen träfen einen Bereich, der sich ohnehin in einer defizitären Lage befinde.
Die Krankenhäuser befänden sich zudem in einer Phase umfassender struktureller Veränderungen durch die anstehende Krankenhausreform. „Es ist wichtig, dass die notwendigen Transformations- und Konsolidierungsmaßnahmen so ausgestaltet werden, dass sie die Versorgungssicherheit nicht gefährden und keine ungesteuerten Strukturveränderungen nach sich ziehen“, sagte Laumann. Die im Gesetzentwurf vorgesehenen Regelungen zum Landesbasisfallwert und zur Streichung der Meistbegünstigungsklausel sollten daher nochmal geprüft werden.
Zudem sollten die finanziellen Maßnahmen nach Ansicht des CDU-Politikers so ausgestaltet werden, dass die Krankenhäuser in der Lage seien, Tarifsteigerungen für ihr Personal zu finanzieren. „Tarifsteigerungen und Tariftreue sind insbesondere im Gesundheitsbereich politisch gefordert“, sagte Laumann. Die Maßnahmen sollten hierzu nicht im Widerspruch stehen. Die Verbesserungen bei der Finanzierung der Pflegepersonalkosten hätten wichtige Impulse für bessere Arbeitsbedingungen gesetzt, die auch künftig berücksichtigt werden sollten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Krankenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann fordert Nachbesserungen bei der Gesundheitsreform von Ministerin Nina Warken.
- Laumann betont die Notwendigkeit fairer Einsparungen für Krankenhäuser, die bereits in finanziellen Schwierigkeiten sind.
- Er warnt, dass die geplanten Transformationsmaßnahmen die Versorgungssicherheit nicht gefährden dürfen.
Warum ist das wichtig?
- Notwendigkeit umfassender Finanz- und Strukturreformen für zukünftige Generationen
- Einsparungen im Gesundheitswesen müssen fair verteilt werden, um Versorgungssicherheit nicht zu gefährden
- Finanzierungsmaßnahmen sollten Tariferhöhungen für Krankenhauspersonal ermöglichen
Wer ist betroffen?
- Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann
- Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
- Krankenhäuser
Zahlen/Fakten?
- 1,8 Milliarden Euro Beitrag der Krankenhäuser zur GKV-Stabilisierung bis 2026
- Notwendigkeit fairer Verteilung der Einsparungen im Gesundheitswesen
- Politische Forderung nach Tarifsteigerungen und Tariftreue im Gesundheitsbereich
Wie geht’s weiter?
- Prüfung der im Gesetzentwurf vorgesehenen Regelungen zum Landesbasisfallwert
- Notwendigkeit von fairen Einsparungen im Bereich der Krankenhäuser
- Sicherstellung der Finanzierung für Tarifsteigerungen im Gesundheitsbereich
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