Dobrindt will Abschiebungen von Straftätern beschleunigen

23. Mai 2026
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Dobrindt will Abschiebungen von Straftätern beschleunigen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Innenpolitik: Abschiebungsmaßnahmen in Deutschland

() – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat größere Anstrengungen angekündigt, um die Zahl der Abschiebungen zu steigern. „Ich will vor allem Straftäter noch schneller aus unserem Land herausbringen“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Wir werden weiterhin Straftäter nach Verbüßung der Gefängnisstrafe vom Gefängnistor abholen, in Abschiebehaft bringen und zurückführen – auch in Länder wie und Afghanistan.“

Zuletzt war die Zahl der Abschiebungen in Deutschland gesunken. Dobrindt führte dies auch darauf zurück, dass „in manchen Ländern im Nahen Osten aktuell nicht zurückgeführt werden kann“.

Anders als Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollte Dobrindt nicht beziffern, wie viele der geflüchteten Syrer in ihre Heimat zurückkehren sollten. Er kündigte allerdings neue Anreize für eine freiwillige Rückkehr von Personen an, „die sich nicht integrieren und keine Bleibeperspektive bekommen können“. Ziel ist es, mehr Menschen zur Rückkehr zu motivieren.

Berichte, wonach im Innenministerium eine Rückkehrprämie von 8.000 Euro geprüft werde, wollte Dobrindt nicht bestätigen. „Es gibt keine Entscheidungen, die bestehenden Rückkehrprogramme zu erweitern“, sagte er. Eine Bleibeperspektive gebe es für jene Syrer, „die sich in Deutschland integriert haben und Teil der Arbeitswelt geworden sind“.

Dobrindt wandte sich gegen die Einschätzung von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), wonach es keine gezielte Einwanderung in die Sozialsysteme gebe. „Die Realität in den Sozialsystemen spricht eine andere Sprache“, sagte er. Das deutsche Sozialsystem bleibe für viele Menschen attraktiv und biete „einen hohen Anreiz, nach Deutschland zu kommen“.

Um sogenannte „Pull-Faktoren“ zu verringern, dringt Dobrindt auf die Einrichtung von Rückkehrzentren in Ländern außerhalb der Europäischen Union. „In diese Return Hubs können wir Menschen zurückführen, die aus Ländern stammen, mit denen wir keine Rückführungsmöglichkeiten haben“, erläuterte er. „Dieses Verfahren bereiten wir mit Partnerländern wie , , und Griechenland in Abstimmung mit der Europäischen Kommission vor.“

Der Minister skizzierte einen Fahrplan für die Rückkehrzentren: „Wir haben auf EU-Ebene dafür jetzt die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Wir sind in Gesprächen mit verschiedenen Ländern und gehen davon aus, dass wir bis zum Jahresende Vereinbarungen schließen können.“ Der Weg bis zur Eröffnung einer funktionierenden Einrichtung sei aber noch herausfordernd.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Alexander Dobrindt am 21.05.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigt erhöhte Anstrengungen zur Steigerung der Abschiebungen an.
  • Abschiebungen sollen auch nach Verbüßung von Strafen erfolgen, auch in Länder wie Syrien und Afghanistan.
  • Rückkehrzentren außerhalb der EU sollen eingerichtet werden, um Rückführungen zu erleichtern.

Warum ist das wichtig?

  • Steigerung der Abschiebungen zur Bekämpfung von Kriminalität
  • Motivation zur freiwilligen Rückkehr für nicht integrierte Personen
  • Verringerung von "Pull-Faktoren" durch Rückkehrzentren außerhalb der EU

Wer ist betroffen?

  • Straftäter
  • geflüchtete Syrer
  • Personen ohne Bleibeperspektive

Zahlen/Fakten?

  • Abschiebungen sollen gesteigert werden, insbesondere von Straftätern.
  • Rückkehrzentren in Ländern außerhalb der EU werden vorbereitet.
  • Bis Jahresende sollen Vereinbarungen mit Partnerländern getroffen werden.

Wie geht’s weiter?

  • Straftäter schneller abschieben und in Länder wie Syrien und Afghanistan zurückführen
  • neue Anreize für freiwillige Rückkehr von nicht integrierten Personen schaffen
  • Rückkehrzentren in Ländern außerhalb der EU einrichten und bis Jahresende Vereinbarungen schließen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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