Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitsreform in Deutschland: Kassenstruktur unter Kritik
Berlin () – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann ist dafür, die meisten der derzeit 93 gesetzlichen Krankenkassen abzuschaffen. „Zehn Krankenkassen in Deutschland reichen“, sagte Linnemann den Sendern RTL und ntv.
Die vielen Kassen würden aktuell in der Regel die gleichen Leistungen anbieten und damit einen großen Verwaltungsaufwand produzieren. „Wenn ich sehe, dass da Milliarden ausgegeben werden für nichts, weil es keinen Wettbewerb gibt, dann müssen wir da ran, und deswegen sind über 90 Krankenkassen zu viel.“ Der CDU-Generalsekretär regte an, vor allem kleinere Kassen auszusortieren. Als mögliche Schwelle nannte er 200.000 oder 250.000 Versicherte.
Deutschland habe zugleich ein sehr teures und ineffizientes Gesundheitssystem, so Linnemann. Er lobte, dass Gesundheitsministerin Warken die Vorschläge der GKV-Kommission weitgehend umsetzen wolle, und forderte, mit den Einsparungen bei den Kassen über die Vorschläge hinauszugehen. Zudem sollten die Versicherten künftig nicht mehr für Bürgergeldempfänger zahlen müssen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Carsten Linnemann (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann fordert die Abschaffung der meisten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland.
- Er schlägt vor, nur zehn Kassen bestehen zu lassen und kleinere Kassen mit wenigen Versicherten auszusortieren.
- Linnemann kritisiert das teure und ineffiziente Gesundheitssystem und fordert zusätzliche Einsparungen.
Warum ist das wichtig?
- Reduzierung der gesetzlichen Krankenkassen könnte Kosten senken
- Verringerung des Verwaltungsaufwands im Gesundheitssystem
- Potenzial für effizientere Ressourcennutzung und Wettbewerb fördern
Wer ist betroffen?
- gesetzliche Krankenkassen
- Versicherte
- Bürgergeldempfänger
Zahlen/Fakten?
- 93 gesetzliche Krankenkassen in Deutschland
- Vorschlag: Abwicklung auf 10 Krankenkassen
- Schwelle für kleinere Kassen: 200.000 oder 250.000 Versicherte
Wie geht’s weiter?
- Abbau der gesetzlichen Krankenkassen auf etwa zehn Kassen
- Aussondern kleinerer Kassen mit unter 200.000 oder 250.000 Versicherten
- Umsetzung der Vorschläge der GKV-Kommission und zusätzliche Einsparungen
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