Caritas-Präsidentin kritisiert geplante Pflegereform

19. Mai 2026
1 min Lesezeit

Caritas-Präsidentin kritisiert geplante Pflegereform

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Kritik an Pflegereform in Berlin

() – Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa hat die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für eine Pflegereform kritisiert. Sie warnte vor einem „Ausverkauf der sozialen Absicherung des Pflegerisikos“: Die finanzielle Belastung von Pflegebedürftigen in der stationären Pflege dürfe nicht weiter steigen, sagte sie dem „Tagesspiegel“.

Aktuell zahlen Heimbewohner in bereits einen Eigenanteil von durchschnittlich 3.200 Euro. Hierauf erhalten sie von der sozialen Pflegeversicherung jedoch sogenannte Leistungszuschläge, die mit der Dauer des Aufenthaltes zunehmen. Warken erwägt, die Erhöhung der Zuschläge nun zu strecken. Die Entlastung um 75 Prozent der pflegebedingten Kosten würde statt heute nach 36 Monaten dann erst nach 54 Monaten erreicht. Dies sei ein Zeitpunkt, den das Gros der Klienten nicht erreiche, so Welskop-Deffaa.

Die Caritas-Präsidentin sprach sich auch gegen Pläne aus, die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige zu halbieren. „Pflegende Angehörige sind das Rückgrat der Pflege in Deutschland“, sagte Welskop-Deffaa. Ihnen für diese Leistung die Rentenpunkte als zukünftige Absicherung zu kürzen, um heute kurzfristig Einsparpotenziale zu erwirtschaften, sei ein nicht hinnehmbares soziales Debakel.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Eva Maria Welskop-Deffaa (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa kritisiert Pflegereformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken.
  • Warnung vor steigender finanzieller Belastung für Pflegebedürftige in stationären Pflegeeinrichtungen.
  • Ablehnung der Halbierung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige.

Warum ist das wichtig?

  • Warnung vor finanzieller Belastung von Pflegebedürftigen
  • Kritik an Streichung von Leistungszuschlägen für lange Aufenthalte
  • Wichtigkeit der Rentenabsicherung für pflegende Angehörige

Wer ist betroffen?

  • Pflegebedürftige in der stationären Pflege
  • Pflegende Angehörige
  • Allgemeine Bevölkerung, die auf soziale Pflegeversicherung angewiesen ist

Zahlen/Fakten?

  • Aktueller Eigenanteil von Heimbewohnern in Deutschland: durchschnittlich 3.200 Euro
  • Entlastung von 75 Prozent der pflegebedingten Kosten derzeit nach 36 Monaten, künftig nach 54 Monaten
  • Geplante Halbierung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige

Wie geht’s weiter?

  • Pflegebedürftige sollen vor steigenden Eigenanteilen geschützt werden.
  • Pläne zur Streckung der Leistungszuschläge müssen überdacht werden.
  • Rentenbeiträge für pflegende Angehörige dürfen nicht gekürzt werden.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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