Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Cyber-Sicherheit und Bundeswehr in Berlin
Berlin () – Vizeadmiral Thomas Daum, Inspekteur Cyber- und Informationsraum, schließt derzeit einen Einsatz von Palantir aus.
„Das sehe ich momentan überhaupt nicht“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Laut Daum erfüllt Palantir bestimmte Voraussetzungen der Bundeswehr nicht. „So sehr wir an der Funktionalität interessiert sind für unseren eigenen Datenbestand, so unvorstellbar ist es eben momentan, Industriemitarbeiter auf den nationalen Datenbestand zuzulassen.“
Palantir zeigte sich auf Anfrage des „Handelsblatts“ enttäuscht. „Unsere Kunden können Palantir-Software installieren und nutzen, ohne dass unsere Mitarbeiter vor Ort sein müssen“, sagte ein Unternehmenssprecher.
Nach Informationen des „Handelsblatt“ wurden von der Bundeswehr zwei deutsche und ein französischer Anbieter ausgewählt: Almato aus Stuttgart, eine Tochter des IT-deutschen Anbieters Datagroup, sowie die Software des Berliner Startups Orcrist und Chapsvision aus Paris, das oft als französisches Palantir bezeichnet wird. Deren Software soll diesen Sommer geprüft und ein Auftrag zum Jahresende vergeben werden. Es handelt sich dabei um ein zentrales Projekt der Bundeswehr: In den nächsten Jahren will sie eine eigene, geschützte private Cloud zur Datenverarbeitung und KI-Anwendung aufbauen. Ein wesentlicher Baustein ist dafür eine Software, die Informationen aus verschiedenen Datenbanken zusammenbringt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldat (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Vizeadmiral Thomas Daum schließt einen Einsatz von Palantir aus.
- Bundeswehr wählt alternative Anbieter für Software aus.
- Geplante private Cloud der Bundeswehr soll in den nächsten Jahren aufgebaut werden.
Warum ist das wichtig?
- Klärung der Sicherheitsbedenken bei der Nutzung von Palantir für den nationalen Datenbestand
- Auswahl alternativer Anbieter zur Stärkung der eigenen IT-Infrastruktur
- Aufbau einer geschützten privaten Cloud zur Datenverarbeitung und KI-Anwendung in der Bundeswehr
Wer ist betroffen?
- Bundeswehr
- Palantir
- Industriemitarbeiter
Zahlen/Fakten?
- Palantir derzeit nicht für Bundeswehr im Einsatz vorgesehen
- Zwei deutsche und ein französischer Anbieter gewählt: Almato, Orcrist, Chapsvision
- Aufbau einer eigenen, geschützten privaten Cloud für Datenverarbeitung und KI-Anwendung geplant
Wie geht’s weiter?
- Prüfung der Software von Almato, Orcrist und Chapsvision diesen Sommer
- Auftragserteilung bis Jahresende geplant
- Aufbau einer eigenen, geschützten privaten Cloud für Datenverarbeitung und KI-Anwendung
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