Bundestag beschließt elektronische Fußfessel bei häuslicher Gewalt

8. Mai 2026
1 min Lesezeit

Bundestag beschließt elektronische Fußfessel bei häuslicher Gewalt

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Neuer Gesetzesentwurf zum Gewaltschutz in Berlin

() – Der Bundestag hat die Möglichkeit, Gewalttäter zum Tragen einer elektronischen Fußfessel zu verpflichten, beschlossen.

Für das entsprechende Gesetz „zur Einführung der elektronischen Aufenthaltsüberwachung und der Täterarbeit im Gewaltschutzgesetz“ stimmten am Freitag im Parlament die Fraktionen der Union, SPD, AfD und Grünen. Die Linke, die eine umfassendere Strategie fordert, enthielt sich.

Die Justiz soll demnach neue Möglichkeiten an die Hand bekommen, um häuslicher Gewalt vorzubeugen und Verstöße gegen Schutzmaßnahmen zu sanktionieren. Dazu sieht der Gesetzentwurf unter anderem eine elektronische Fußfessel nach spanischem Modell vor.

Die Betroffenen häuslicher Gewalt können dann wählen, ob sie ein Empfangsgerät mit sich führen wollen. So soll laut Bundesregierung sichergestellt werden, dass Täter sich Betroffenen nicht in verbotener Weise annähern. Allerdings können in der neuesten Fassung des Gesetzentwurfs die betroffenen Frauen nicht mehr selbst entscheiden, ob sie die Anwendung der Fußfessel wollen.

Ein weiterer Punkt in dem Entwurf sind Anti-Gewalt-Trainings. Familiengerichte sollen Täter verpflichten können, an sozialen Trainingskursen teilzunehmen.

Geplant ist auch ein höheres Strafmaß. Verstöße gegen Gewaltschutzanordnungen sollen schärfer geahndet werden. Das Höchstmaß der möglichen Freiheitsstrafe soll von zwei auf drei Jahre Freiheitsstrafe angehoben werden.

Mehr Sicherheit soll auch durch eine verbesserte Gefährdungsanalyse erreicht werden. Familiengerichte sollen künftig Auskünfte aus dem Waffenregister anfordern können.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundestagssitzung am 08.05.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundestag hat Gesetz zur elektronischen Fußfessel für Gewalttäter beschlossen.
  • Fraktionen von Union, SPD, AfD und Grünen unterstützen das Gesetz, Linke enthält sich.
  • Betroffene können wählen, ob sie ein Empfangsgerät tragen, jedoch verlieren sie das Entscheidungsrecht in der neuesten Fassung.

Warum ist das wichtig?

  • Verbesserung des Gewaltschutzes für Betroffene häuslicher Gewalt
  • Erhöhung der Strafmaß für Verstöße gegen Gewaltschutzanordnungen
  • Einführung neuer präventiver Maßnahmen wie elektronische Fußfesseln und Anti-Gewalt-Trainings

Wer ist betroffen?

  • Betroffene von häuslicher Gewalt
  • Täter von Gewalttaten
  • Familiengerichte

Zahlen/Fakten?

  • Gesetz zur Einführung der elektronischen Aufenthaltsüberwachung beschlossen
  • Höchstmaß der Freiheitsstrafe bei Verstößen gegen Gewaltschutzanordnungen von zwei auf drei Jahre angehoben
  • Täter können verpflichtet werden, an Anti-Gewalt-Trainings teilzunehmen

Wie geht’s weiter?

  • Umsetzung der elektronischen Fußfessel
  • Einführung von Anti-Gewalt-Trainings für Täter
  • Höhere Strafen bei Verstößen gegen Gewaltschutzanordnungen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss