Bundesregierung will intensiver gegen Menschenhandel vorgehen

27. Mai 2026
1 min Lesezeit

Bundesregierung will intensiver gegen Menschenhandel vorgehen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Reformen gegen Menschenhandel in Deutschland

() – Das Bundeskabinett hat eine umfassende Reform des Strafrechts beschlossen, um den Kampf gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung zu verstärken.

Der Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht unter anderem vor, neue Ausbeutungsformen wie Leihmutterschaft, Adoption und Zwangsheirat unter Strafe zu stellen. Zudem soll eine Nachfragestrafbarkeit eingeführt werden, die es ermöglicht, Personen zu bestrafen, die wissentlich Dienstleistungen von Opfern des Menschenhandels in Anspruch nehmen.

Hubig erklärte, dass Menschenhandel eine brutale Form der Ausbeutung sei, die auch in weit verbreitet ist. „Unser Rechtstaat muss entschlossen und effektiv gegen diese menschenverachtende Form von Kriminalität vorgehen.“ Die Reform ziele darauf ab, Strafbarkeitslücken zu schließen und die Strafrahmen für besonders schwere Formen der Zwangsprostitution zu erhöhen. Die Ministerin hob hervor, dass sexuelle Ausbeutung besonders erniedrigend sei und häufig Frauen und Mädchen betreffe. „Wir wollen Frauen und Mädchen insgesamt besser vor Gewalt schützen. Strenge Strafen für Zwangsprostitution gehören zwingend dazu.“

Der Gesetzentwurf sieht auch eine Neufassung der Strafvorschriften zum Schutz vor sexueller Ausbeutung vor. Die Tatbestände sollen übersichtlicher gestaltet und die Strafrahmen angehoben werden, um Täter konsequenter zur Verantwortung ziehen zu können. Mit dem Gesetzentwurf soll zugleich die geänderte europäische Richtlinie gegen Menschenhandel umgesetzt werden. Der Entwurf wird nun dem Bundesrat und dem Deutschen Bundestag zur weiteren Beratung vorgelegt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizei (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundeskabinett beschließt umfassende Reform des Strafrechts gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung.
  • Neue Ausbeutungsformen wie Leihmutterschaft und Zwangsheirat werden unter Strafe gestellt.
  • Einführung der Nachfragestrafbarkeit für Personen, die Dienstleistungen von Opfern des Menschenhandels in Anspruch nehmen.

Warum ist das wichtig?

  • Stärkung des Kampfes gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung
  • Schließung von Strafbarkeitslücken und Erhöhung der Strafrahmen
  • Besserer Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt und Ausbeutung

Wer ist betroffen?

  • Frauen und Mädchen
  • Opfer von Menschenhandel
  • Personen, die Dienstleistungen von Opfern in Anspruch nehmen

Zahlen/Fakten?

  • Neue Ausbeutungsformen wie Leihmutterschaft, Adoption und Zwangsheirat werden unter Strafe gestellt
  • Einführung einer Nachfragestrafbarkeit für Dienstleistungen von Opfern des Menschenhandels
  • Ziel: Strafrahmen für besonders schwere Formen der Zwangsprostitution erhöhen

Wie geht’s weiter?

  • Gesetzentwurf wird dem Bundesrat und Bundestag zur Beratung vorgelegt
  • Umsetzung der geänderten europäischen Richtlinie gegen Menschenhandel
  • Ziel: Strafbarkeitslücken schließen und Strafrahmen erhöhen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss