Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftspolitik in Deutschland: Entlastung für Tourismusbranche
Berlin () – Die Bundesregierung kommt der Tourismuswirtschaft bei einem Reizthema entgegen. Die Entgelte des für die Branche wichtigen Reisesicherungsfonds werden halbiert. Außerdem wird das Sicherheitskonzept des Fonds überarbeitet, was die Kosten zusätzlich senkt.
Das teilte der Tourismus-Koordinator der Bundesregierung, Christoph Ploß (CDU), dem „Handelsblatt“ mit. „Wir stärken die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandortes Deutschland, indem wir die Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft Schritt für Schritt verbessern“, sagte Ploß.
Der Reisesicherungsfonds, der nach der Insolvenz von Thomas Cook 2021 ins Leben gerufen worden war, springt ein, wenn ein Pauschalreise-Veranstalter pleitegeht. Größere Veranstalter müssen sich über den Fonds absichern. Doch die Branche übt seit einiger Zeit Kritik an den Kosten, die mit dem Fonds verbunden sind und bei der aktuell guten Marktlage gar nicht nötig seien.
Nachdem die Bundesregierung bereits im vergangenen Jahr die Entgelte, die die Reiseunternehmen zu leisten haben, halbiert hatte, tut sie das jetzt erneut. Ab November müssen die Anbieter noch 0,25 Prozent ihres Umsatzes mit Pauschalreisen in den Fonds einzahlen. Darüber hinaus soll das Sicherheitskonzept des Reisesicherungsfonds überarbeitet werden, was die Kosten für Absicherungen bei Banken und Versicherungen senken soll. Nach „Handelsblatt“-Informationen entlastet das die Branche in Summe um rund 630 Millionen Euro jährlich. „Die Gelder können jetzt investiert werden, statt in einem ohnehin gut gefüllten Topf brach zu liegen“, sagte Ploß.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hotel (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesregierung senkt Entgelte des Reisesicherungsfonds um die Hälfte.
- Sicherheitskonzept des Fonds wird überarbeitet, Kosten für Branche werden gesenkt.
- Entlastung der Branche um etwa 630 Millionen Euro jährlich.
Warum ist das wichtig?
- Entlastung der Tourismuswirtschaft um rund 630 Millionen Euro jährlich
- Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Deutschland
- Förderung von Investitionen durch Reduzierung der Kosten für Reiseanbieter
Wer ist betroffen?
- Tourismuswirtschaft
- Reiseveranstalter
- Bundesregierung
Zahlen/Fakten?
- Entgelte des Reisesicherungsfonds werden auf 0,25% des Umsatzes halbiert
- Entlastung der Branche um rund 630 Millionen Euro jährlich
- Fonds ins Leben gerufen nach Insolvenz von Thomas Cook 2021
Wie geht’s weiter?
- Senkung der Entgelte des Reisesicherungsfonds um die Hälfte
- Überarbeitung des Sicherheitskonzepts des Fonds zur Kostensenkung
- Entlastung der Branche um rund 630 Millionen Euro jährlich
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