Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Deutschland und Israel im Dialog
Berlin () – Das Auswärtige Amt hofft noch darauf, dass der gemeinsame Appell gegen die israelischen Pläne zur Ausweitung der Todesstrafe Früchte tragen wird.
Die Haltung der Bundesregierung sei auch in internen Gesprächen übermittelt worden, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Montag der . Es handele sich um ein Kernanliegen. „Deutschland lehnt die Todesstrafe grundsätzlich unter allen Umständen ab.“ Zu möglichen Konsequenzen, die Israel bei einer Annahme des Gesetzes drohen, wollte sich die Sprecherin nicht einlassen. „Sondern unser Ziel wäre es, darauf einzuwirken. Wir versuchen, darauf einzuwirken. Die letztliche Entscheidung liegt natürlich nicht in unseren Händen.“ Aber es sei eine sehr grundsätzliche Position.
Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens und des Vereinigten Königreichs hatten die israelischen Entscheidungsträger in der Knesset und der Regierung am Vortag aufgerufen, diese Pläne aufzugeben. Man sei insbesondere „über den faktisch diskriminierenden Charakter des Gesetzentwurfs“ besorgt, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. „Die Verabschiedung dieses Gesetzentwurfs würde Israels Bekenntnisse zu demokratischen Prinzipien gefährden.“
Das geplante Gesetz könnte bereits nächste Woche in Kraft treten. Es soll für Straftaten zur Anwendung kommen, die als terroristisch eingestuft werden und bei denen vorsätzlich ein Mensch getötet wurde. Für das Westjordanland schließt der Gesetzentwurf israelische Staatsbürger, seien es Soldaten oder Siedler, explizit von der Todesstrafe aus.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Israelische Fahne an der Knesset (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Auswärtiges Amt hofft auf erfolgreiche Appelle gegen israelische Todesstrafenpläne
- Bundesregierung lehnt Todesstrafe grundsätzlich ab und drängt auf Verzicht
- Außenminister mehrerer Länder äußern Besorgnis über diskriminierenden Charakter des Gesetzentwurfs
Warum ist das wichtig?
- Ablehnung der Todesstrafe als grundlegende Position Deutschlands
- Warnung vor Gefährdung demokratischer Prinzipien in Israel
- Bedenken wegen diskriminierendem Charakter des Gesetzentwurfs
Wer ist betroffen?
- Israelische Entscheidungsträger in der Knesset und der Regierung
- Strafverfolgte für terroristisch eingestufte Straftaten
- Bürger des Westjordanlands, ausgenommen israelische Staatsbürger
Zahlen/Fakten?
- Deutschland lehnt die Todesstrafe grundsätzlich unter allen Umständen ab.
- Das geplante Gesetz könnte bereits nächste Woche in Kraft treten.
- Gesetzentwurf schließt israelische Staatsbürger im Westjordanland explizit von der Todesstrafe aus.
Wie geht’s weiter?
- Deutschland versucht, auf Israel einzuwirken, um die Pläne zur Todesstrafe aufzugeben.
- Erwartete Verabschiedung des Gesetzes könnte nächste Woche erfolgen.
- Möglichkeit von Konsequenzen, jedoch keine Angabe dazu.
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