Arbeitgeber bei Rentenreform pessimistisch

20. Juni 2026
1 min Lesezeit

Arbeitgeber bei Rentenreform pessimistisch

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Herausforderungen der Rentenreform in Deutschland

() – Kurz vor Veröffentlichung des Rentenkommissionsberichts am Dienstag schöpfen Deutschlands Arbeitgeber nur wenig Zuversicht, dass der Bundesregierung bei der anstehenden Rentenreform der notwendige große Schritt gelingt. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Arbeitgeberverbands BDA hervor, über die das Nachrichtenportal T-Online berichtet.

Demnach erwarten mehr als drei Viertel (77 Prozent) der rund 1.000 befragten Unternehmen, dass die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode keine „grundlegenden Reformen beim Rentensystem“ mehr auf den Weg bringen wird. Nur 16 Prozent denken, dass eine solche Reform gelingt. Zugleich stellt das BDA-Arbeitgeberbarometer heraus, wie wichtig den Unternehmen die Reform der Rente ist: 91 Prozent der von Forsa befragten Firmen stimmten der Aussage zu, dass „grundlegende Reformen nötig“ seien, damit sich die gesetzliche Rentenversicherung finanziell gut auf die Alterung der Gesellschaft einstellen kann.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte T-Online dazu: „Die Realität ist: Ohne Strukturreform werden die Rentenbeiträge kräftig steigen. Unser Rentensystem hält dem demografischen Druck nicht stand. Das ist Mathematik, keine Meinung.“ Immer mehr Rentner müssten von immer weniger Beitragszahlenden finanziert werden. Wer diese Wahrheit verdränge, verschiebe das Problem nur auf später und mache es teurer, so Dulger.

Sein Appell mit Blick auf das geringe Zutrauen der Unternehmer in die Regierung: „Dieses Misstrauen kann sie nur auf eine Weise entkräften: durch schnelles, sichtbares Handeln statt durch weitere Ankündigungen. Das Vertrauen liegt jetzt in ihrer Hand.“ Zugleich dringt Dulger auf eine Anhebung der Regelaltersgrenze für die gesetzliche Rente. „Es richtig, dass die Empfehlungen der Alterssicherungskommission jetzt kommen. Die Richtung ist klar: Wer länger lebt und länger Rente bezieht, muss auch länger arbeiten.“ Alles andere bedeute steigende Beiträge, weniger Netto vom Brutto und eine zusätzliche Last für einen Wirtschaftsstandort, der um seine Substanz kämpft. brauche ein Renteneintrittsalter, das mit der Lebenserwartung mitwachse, und das Ende der abschlagsfreien Frühverrentung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Rentenversicherung (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Arbeitgeber zeigen wenig Zuversicht für Rentenreform der Bundesregierung.
  • 77 Prozent der Unternehmen erwarten keine grundlegenden Reformen in der aktuellen Legislaturperiode.
  • 91 Prozent der Firmen sehen grundlegende Reformen als nötig an, um das Rentensystem anzupassen.

Warum ist das wichtig?

  • Hohe Skepsis der Arbeitgeber bezüglich notwendiger Rentenreformen in der Legislaturperiode
  • 91 Prozent der Unternehmen halten grundlegende Reformen für nötig zur Anpassung der Rentenversicherung an demografische Veränderungen
  • Druck auf das Rentensystem erfordert schnelles Handeln der Regierung zur Vermeidung steigender Beiträge

Wer ist betroffen?

  • Arbeitgeber
  • Rentner
  • Bundesregierung

Zahlen/Fakten?

  • 77 Prozent der befragten Unternehmen erwarten keine grundlegenden Reformen beim Rentensystem in dieser Legislaturperiode.
  • 91 Prozent der Firmen halten grundlegende Reformen für notwendig.
  • Arbeitgeberpräsident fordert Anhebung der Regelaltersgrenze für die gesetzliche Rente.

Wie geht’s weiter?

  • Große Zweifel an grundlegenden Rentenreformen innerhalb der Legislaturperiode
  • Dringender Appell für schnelles, sichtbares Handeln der Regierung
  • Notwendigkeit einer Anhebung der Regelaltersgrenze für die gesetzliche Rente
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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