Grüne fordern Ende des Zulassungsstopps für Integrationskurse

27. Februar 2026
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Grüne fordern Ende des Zulassungsstopps für Integrationskurse

Schleswig-Holstein - Was ist passiert – was dahinter steckt

Integrationskurse in Schleswig-Holstein unter Kritik

() – Die migrationspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion in , Catharina Nies, hat die Bundesregierung aufgefordert, den Stopp für die Zulassung freiwilliger Teilnehmer zu Integrationskursen sofort zurückzunehmen. Das teilte die Fraktion mit und berief sich dabei auf einen offenen Brief von über 180 Unternehmen an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).

Die Wirtschaft habe die Sprachförderung als ‚wirtschaftliche Zukunftsinfrastruktur‘ bezeichnet und eine dauerhafte Finanzierung gefordert.

Laut Nies betrifft der Stopp des Bundesinnenministeriums rund 98.000 Menschen pro Jahr, die freiwillig einen Deutschkurs beantragt hatten. Die Bundesregierung plane für diese Gruppe nun den Zugang zu kürzeren Erstorientierungskursen.

Diese hätten jedoch nur 300 statt bis zu 600 Unterrichtseinheiten, führten zu keinem anerkannten Sprachzertifikat und verbesserten nachweislich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht, so Nies unter Berufung auf eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Die Abgeordnete kritisierte, der Schritt des Bundesministers kündige einen bisherigen Konsens über die Bedeutung der Integrationskurse auf. Wenn man wolle, dass geflüchtete Menschen ankommen, sich einbringen und Sozialleistungsausgaben reduziert werden sollen, müsse man ihnen das Erlernen der Sprache und einen qualifizierten Berufseinstieg ermöglichen.

Der schleswig-holsteinische Landtag habe ein klares Zeichen nach gesendet, dass der Stopp zurückgenommen werden müsse.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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