Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Chipkrise in Deutschland
Berlin () – Die deutsche Industrie kämpft wieder um Chips. „Die sonst übliche Lieferzeit von acht Wochen ist bei einigen Produkten auf 50 Wochen gestiegen“, sagte Noureddine Seddiki, Chef des Frankfurter Elektronikbrokers „Sand and Silicon“, dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Manche Halbleiterhersteller würden keine Neukunden mehr annehmen.
Auslöser der neuen Chipkrise sei eine „hohe Nachfrage, die hauptsächlich durch Künstliche Intelligenz und Rechenzentren getrieben wird“, sagte Bo Lybaek, Chef des dänischen Elektronikfertigers GPV.
Schnelle Besserung sei nicht in Sicht, warnte Peter Fintl, Halbleiterspezialist der Technologieberatung Capgemini. Denn es sei schwierig, die Chipproduktion kurzfristig zu steigern. Das liege unter anderem an der komplexen Lieferkette, in der es mitunter auf einzelne Anbieter ankomme, die ihre Kapazitäten nur langsam erweitern könnten – oder wollten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Autoproduktion (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Deutsche Industrie hat erneut Engpässe bei Chips
- Lieferzeiten für einige Produkte steigen von 8 auf 50 Wochen
- Preiserhöhungen und verschärfte Lieferbedingungen von Chiplieferanten angekündigt
Warum ist das wichtig?
- Steigende Lieferzeiten für Chips beeinträchtigen die Industrieproduktion.
- Preiserhöhungen belasten Unternehmen und führen zu höheren Kosten.
- Hohe Nachfrage durch Künstliche Intelligenz und Rechenzentren verstärkt die Chipkrise.
Wer ist betroffen?
- deutsche Industrie
- Abnehmer von Halbleitern
- Halbleiterhersteller
Zahlen/Fakten?
- Lieferzeit von Chips gestiegen von acht auf 50 Wochen
- Preiserhöhung bei Speicherchips: drei- bis viermal so viel wie im Herbst
- Hohe Nachfrage durch Künstliche Intelligenz und Rechenzentren als Auslöser der Chipkrise
Wie geht’s weiter?
- Hohe Nachfrage nach Chips durch KI und Rechenzentren bleibt bestehen.
- Preiserhöhungen und verschärfte Lieferbedingungen bei Chiplieferanten angekündigt.
- Schnelle Verbesserung der Chipversorgung nicht in Sicht.
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