Autoindustrie hofft auf Merz-Initiative für Marktöffnung Chinas

21. Februar 2026
1 min Lesezeit

Autoindustrie hofft auf Merz-Initiative für Marktöffnung Chinas

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Herausforderungen für die Autoindustrie in Deutschland

() – Die deutsche Autoindustrie erwartet, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei seiner anstehenden -Reise Marktliberalisierungen einfordert. „Die deutsche Seite muss detailliert darstellen, an welchen Stellen China wettbewerbsverzerrend arbeitet“, sagte Hildegard Müller, Präsidentin des Autoverbands VDA, der „Welt am Sonntag“. „Ziel der Gespräche muss generell sein, die Märkte gegenseitig weiter zu öffnen – keine wechselseitige Abschottung. Auch China ist hier in der Bringschuld.“

Die deutschen Autohersteller haben zuletzt deutlich an Absatz in China verloren. Als Grund gilt neben den hoch subventionierten neuen lokalen E-Auto-Marken auch eine neue Luxussteuer auf teure Autos, die vor allem deutsche Marken trifft. „Wir erwarten auch von China konstruktive Vorschläge zum Abbau von Wettbewerbsverzerrungen“, sagte Müller.

Müller warnte allerdings davor, mit neuen EU-Vorgaben etwa zur Bevorzugung europäischer Autos bei der öffentlichen Beschaffung, Kaufprämien oder Zöllen Gegenreaktionen zu provozieren. Solche Regeln bis hin zur Marktabschottung fordert derzeit die französische Autoindustrie ein, die anders als die deutschen Hersteller kaum auf dem chinesischen Markt vertreten ist. „Auch wenn China jetzt aufgefordert ist, Angebote zu machen, muss Europa generell sein Handeln und entsprechende Reaktionen abwägen. Je nach Entscheidung drohen der hiesigen Industrie Gegenmaßnahmen aus China“, sagte dagegen Müller.

Keinesfalls dürfte Europa seinen Automarkt schließen. „Europa sollte für chinesische Unternehmen offen sein und bleiben, um Investitionen und Wertschöpfung nach Europa zu bringen. Europa ist zudem aufgefordert, Vorschläge zur Stabilisierung der Handelsbeziehungen einzubringen“, sagte die Lobbyistin.

Daher müsse die EU Schritte vermeiden, die Peking zu Gegenmaßnahmen verleiten könnten. „Die Strafzölle der EU auf Elektroautos aus China waren und sind ein Fehler“, sagte Müller. Die Branche wertet die vor einem Dreivierteljahr verschärfte chinesische Luxussteuer auch als Reaktion auf diesen Schritt der EU aus dem Jahr 2024.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Autoproduktion (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Deutsche Autoindustrie erwartet von Kanzler Merz Marktliberalisierungen bei China-Reise.
  • Absatz der deutschen Autohersteller in China sinkt aufgrund subventionierter E-Autos und neuer Luxussteuer.
  • Müller warnt vor EU-Vorgaben, die Gegenreaktionen aus China provozieren könnten.

Warum ist das wichtig?

  • Aufrechterhaltung offener Märkte zwischen Europa und China ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Autoindustrie.
  • Abbau von Wettbewerbsverzerrungen in China ist notwendig, um deutschen Herstellern faire Rahmenbedingungen zu bieten.
  • Vermeidung von Maßnahmen, die zu Gegenreaktionen aus China führen, ist wichtig für die Stabilität der Handelsbeziehungen.

Wer ist betroffen?

  • deutsche Autoindustrie
  • deutsche Autohersteller
  • französische Autoindustrie

Zahlen/Fakten?

  • Deutsche Autoindustrie erwartet Marktliberalisierungen von China
  • Absatzverlust in China aufgrund subventionierter E-Auto-Marken und Luxussteuer
  • Müller warnt vor provozierenden EU-Vorgaben, die Reaktionen aus China auslösen könnten

Wie geht’s weiter?

  • Erwartungen an Marktliberalisierungen von China durch Kanzler Merz
  • Notwendigkeit konstruktiver Vorschläge von China zur Reduzierung von Wettbewerbsverzerrungen
  • Europa soll Offenheit gegenüber chinesischen Unternehmen bewahren und Handelsbeziehungen stabilisieren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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