Brandenburg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Grenzkontrollen und ihre Auswirkungen in Brandenburg
Potsdam () – Die Brandenburger Bündnisgrünen haben die erneute Verlängerung der stationären Binnengrenzkontrollen durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) scharf kritisiert. Aus der Partei heißt es am Montag, die Maßnahmen seien ‚politisch motiviert und wirtschaftlich schädlich‘ und träfen Brandenburg als Grenzland besonders hart.
Dobrindt hatte angekündigt, die Kontrollen über den 15. März hinaus um ein weiteres halbes Jahr zu verlängern, obwohl sowohl die Asylanträge in Deutschland zuletzt um knapp ein Drittel gesunken seien als auch die unerlaubten Einreisen deutlich zurückgingen.
„Die fortgesetzten stationären Grenzkontrollen sind vor allem politisch motiviert und kein wirksames Instrument für eine nachhaltige Migrationspolitik“, sagte der Landesvorsitzende Clemens Rostock. Sie belasteten Pendler und Unternehmen und schwächten die europäische Zusammenarbeit in der Region.
Rostock forderte Ministerpräsident Dietmar Woidke auf, sich klar gegenüber der Bundesregierung zu positionieren und für die Interessen Brandenburgs einzusetzen.
Auch wirtschaftlich seien die Maßnahmen problematisch, wie ein Austausch der Brandenburger Bundestagsabgeordneten Andrea Lübcke mit der Industrie- und Handelskammer Cottbus am vergangenen Freitag gezeigt habe. Dauerhafte stationäre Grenzkontrollen bremsten Lieferketten, erschwerten Kooperationen und schadeten der wirtschaftlichen Entwicklung Ostdeutschlands.
Statt nationaler Alleingänge brauche es europäische Lösungen wie funktionierende gemeinsame Asylverfahren und eine faire Verteilung innerhalb der EU.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Deutsche und polnische Grenzkontrolle (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Brandenburger Bündnisgrüne kritisieren Verlängerung der Binnengrenzkontrollen durch Innenminister Dobrindt.
- Kontrollen werden trotz gesunkener Asylanträge und unerlaubter Einreisen um ein halbes Jahr verlängert.
- Maßnahmen belasten Pendler, Unternehmen und Wirtschaftskooperationen in der Region.
Warum ist das wichtig?
- Politisch motivierte Maßnahmen schwächen europäische Zusammenarbeit
- Belasten Pendler und Unternehmen in Brandenburg
- Bremsen wirtschaftliche Entwicklung und Lieferketten
Wer ist betroffen?
- Pendler
- Unternehmen
- Brandenburgers
Zahlen/Fakten?
- Asylanträge in Deutschland um knapp ein Drittel gesunken
- Unerlaubte Einreisen deutlich zurückgegangen
- Verlängerung der stationären Binnengrenzkontrollen um ein weiteres halbes Jahr
Wie geht’s weiter?
- Ministerpräsident Dietmar Woidke soll sich klar gegenüber der Bundesregierung positionieren.
- Es werden europäische Lösungen für Asylverfahren und faire Verteilung innerhalb der EU gefordert.
- Einfluss der Grenzkontrollen auf die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands soll weiter diskutiert werden.
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