Sport - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Schachspiel und weibliche Förderung in Budapest
Budapest () – Schach-Ikone Judit Polgár hofft, dass die neue Netflix-Doku über ihre Karriere Mädchen inspiriert. „Ich freue mich darauf, dass mehr Mädchen Schach spielen und mehr Mädchen den großen Traum verfolgen, die besten Schachspielerinnen zu werden, die sie sein können“, sagte sie dem „Spiegel“. „Ich hoffe, Eltern und Trainer davon zu überzeugen, dass talentierte Mädchen Unterstützung verdienen und ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Schach ist für alle da.“
Am 6. Februar erschien auf der Streamingplattform Netflix die Dokumentation „Die Königin des Schachs“. Der Film erzählt von Judit Polgárs Aufstieg an die Spitze der Schachwelt, wie sie sich in der von Männern geprägten Welt durchsetzt und schließlich als erste Frau der Geschichte den besten Spieler in der Weltrangliste, Garri Kasparow, besiegt.
Judit Polgár ist die beste Schachspielerin der Geschichte, als erste und bislang einzige Frau erreichte sie die Top 10 der gemischten Weltrangliste und spielte in einem Kandidatenturnier zur offenen Weltmeisterschaft. Heute befindet sich keine Frau mehr in den Top 100 der Weltrangliste.
Polgár setzt sich nun dafür ein, dass der Weltschachverband eigens für Frauen eingeführte Titel wie „Frauen-Großmeisterin“ wieder abschafft. „Die große Frage ist: Woran liegt es, dass es keine Frauen mehr gibt, die in meine Fußstapfen treten? Ich denke, eines der Probleme ist, dass alle zu niedrige Ansprüche haben“, sagte Polgár dem „Spiegel“ im vergangenen Jahr: „Alle wollen immer den leichten Weg gehen, das ist menschlich. Wenn wir also Mädchen sagen, dass sie den leichteren Weg gehen können und dafür auch mit Titeln belohnt werden, dann nehmen sie natürlich den leichteren Weg.“ In der Schule gebe es aber auch keine nach Mädchen und Jungen getrennten Noten oder Abschlüsse.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Schach (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Judit Polgár hofft, dass die Netflix-Doku über ihre Karriere Mädchen zum Schachspielen inspiriert.
- Die Dokumentation "Die Königin des Schachs" wurde am 6. Februar veröffentlicht und erzählt von Polgárs Erfolg in der Schachwelt.
- Polgár fordert die Abschaffung von Frauen-spezifischen Schachtiteln und kritisiert niedrige Ansprüche unter Mädchen.
Warum ist das wichtig?
- Inspiration für Mädchen, Schach zu spielen und ihre Träume zu verfolgen.
- Förderung von Gleichheit und Unterstützung für talentierte Spielerinnen.
- Anstieg der Ansprüche und Herausforderungen im Schachsport für Frauen.
Wer ist betroffen?
- Mädchen
- Eltern
- Trainer
Zahlen/Fakten?
- Am 6. Februar erschien die Dokumentation "Die Königin des Schachs" auf Netflix.
- Judit Polgár war die erste Frau, die Garri Kasparow besiegte.
- Keine Frau befindet sich derzeit in den Top 100 der Schachweltrangliste.
Wie geht’s weiter?
- Judit Polgár hofft auf mehr Mädchen im Schach.
- Ziel: Unterstützung für talentierte Mädchen durch Eltern und Trainer.
- Forderung nach Abschaffung des Titels "Frauen-Großmeisterin".
- Gesetzentwurf: Überweisungen sollen elektronisch werden - 1. April 2026
- Mario Götze verlängert Vertrag bei Eintracht Frankfurt - 1. April 2026
- Bayer drängt auf Bürokratieabbau in Europa - 1. April 2026
