Ifo-Chef: Steuerentlastung nur mit Ausgabenkürzungen realistisch

15. Februar 2026
1 min Lesezeit

Ifo-Chef: Steuerentlastung nur mit Ausgabenkürzungen realistisch

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft in München: Steuerdebatten und Herausforderungen

() – Der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Clemens Fuest, sieht für den Vorstoß von Generalsekretär Carsten Linnemann (CDU) zur Entlastung bei der Einkommensteuer nur geringes Potenzial. Linnemann hatte vorgeschlagen, die Schwelle für den Spitzensteuersatz von rund 68.000 Euro auf 80.000 Euro Jahresbrutto anzuheben, um den sogenannten Mittelstandsbauch abzuflachen.

„Es kommt einfach darauf an, um wie viel man die Steuerzahler entlasten will“, sagte Fuest dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). Eine Verschiebung des Tarifs, sodass der vorläufige Spitzensteuersatz später greife, „brächte schon eine gewisse Entlastung“. Kombiniere man dies mit einer Abflachung des Mittelstandsbauches, „dann ist die Entlastung eben größer“.

Skeptisch äußerte sich Fuest zur Gegenfinanzierung. „Natürlich kann man den Spitzensteuersatz erhöhen, aber es ist schwer, damit eine spürbare Entlastung der Mittelschicht zu finanzieren“, sagte er. Die Zahl der Steuerzahler mit sehr hohen Einkommen sei deutlich kleiner als die der Mittelschicht. Zudem führe eine Anhebung „schnell zu einer Belastung der mittelständischen Unternehmen“. Angesichts der Investitionszurückhaltung in müsse man abwägen, ob man diesen Weg gehen wolle. Nachhaltige Steuersenkungen sind nach Ansicht Fuests nur möglich, wenn die Staatsausgaben reduziert würden. „Wer Steuern senken will, muss die Staatsausgaben senken.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Finanzamt (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Clemens Fuest vom Ifo-Institut kritisiert den Steuerentlastungsvorschlag von Carsten Linnemann (CDU) als wenig effektiv.
  • Fuest zweifelt an der Gegenfinanzierung und warnt vor möglichen negativen Auswirkungen auf mittelständische Unternehmen.
  • Er fordert, dass nachhaltige Steuersenkungen nur durch Reduzierung der Staatsausgaben möglich sind.

Warum ist das wichtig?

  • Skeptische Einschätzung der tatsächlichen Entlastung für die Mittelschicht
  • Wichtigkeit der Gegenfinanzierung bei Steueränderungen
  • Bedarf an Staatsausgabensenkungen für nachhaltige Steuersenkungen

Wer ist betroffen?

  • Steuerzahler
  • Mittelschicht
  • mittelständische Unternehmen

Zahlen/Fakten?

  • Vorschlag, Spitzensteuersatz von 68.000 Euro auf 80.000 Euro anzuheben
  • Fuest sieht geringes Entlastungspotenzial für Steuerzahler
  • Nachhaltige Steuersenkungen erfordern Reduktion der Staatsausgaben

Wie geht’s weiter?

  • Prüfung der Machbarkeit der Steuerentlastung
  • Diskussion über die Erhöhung des Spitzensteuersatzes
  • Notwendigkeit der Reduzierung der Staatsausgaben für nachhaltige Steuersenkungen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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