Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sozialpolitik in Deutschland: Gerechtere Vermögensverteilung gefordert
Berlin () – Angesichts der unterschiedlichen Vorschläge von Union und SPD zur Finanzierung des Sozialstaats fordert der DGB, die Reichen im Land stärker in den Blick zu nehmen. „Diejenigen, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, müssen stärker in die Verantwortung“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell den Zeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ (Donnerstagsausgaben). „Wir brauchen eine Debatte darüber, die Vermögen gerechter zu verteilen. Da gibt es enorme Unwuchten“, so Körzell.
Der Gewerkschaftsvertreter forderte unter anderem eine Erbschaftsteuer ohne Ausnahmen für große Betriebsvermögen und stattdessen Stundungsregelungen für Betriebe. Man müsse zudem darüber reden, wie Vermögende insgesamt stärker an den Kosten von Infrastruktur, Bundeswehr und demografischem Wandel beteiligt werden könnten. Auch an die Zinserträge der Sparer will Körzell ran. „Es kann aber beispielsweise auch nicht sein, dass wir Kapitalerträge pauschal mit 25 Prozent besteuern und in der Einkommenssteuer einen progressiven Anstieg haben“, so Körzell.
Weil Einnahmen aus Erbschaft- und Vermögensteuer den Ländern zustehen, sollte man aus seiner Sicht für den Bund über eine Vermögensabgabe nachdenken – nach der „riesige Vermögen zusätzlich einen bestimmten Prozentsatz einmalig abgeben“. Laut Körzell sollte mit großen Freibeträgen gearbeitet werden. „Aber es kann nicht sein, dass die Milliardäre in diesem Land immer reicher werden, die Verteilung immer ungerechter“, so das DGB-Vorstandsmitglied.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | DGB (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- DGB fordert gerechtere Vermögensverteilung und stärkere Besteuerung von Reichen.
- Vorschlag einer Erbschaftsteuer ohne Ausnahmen und einer Vermögensabgabe für große Vermögen.
- Kritik an der pauschalen Besteuerung von Kapitalerträgen im Vergleich zur progressiven Einkommenssteuer.
Warum ist das wichtig?
- Stärkere Verantwortung der Reichen für die Finanzierung des Sozialstaats
- Gerechtere Verteilung von Vermögen zur Verringerung sozialer Ungleichheiten
- Notwendigkeit einer Debatte über faire Besteuerung von Kapitalerträgen und Vermögen
Wer ist betroffen?
- Reiche Menschen
- Vermögende Sparer
- Milliardäre
Zahlen/Fakten?
- DGB fordert stärkere Verantwortung von Reichen
- Vorschlag: Erbschaftsteuer ohne Ausnahmen für große Betriebsvermögen
- Forderung nach Vermögensabgabe für große Vermögen
Wie geht’s weiter?
- Stärkere Besteuerung reicher Bürger fordern
- Erbschaftsteuer ohne Ausnahmen für große Betriebsvermögen einführen
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