Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Weiterbildung und Geduld in Deutschland
München/Fürth () – Nach einer Erhebung des Münchner Ifo-Instituts haben 2024 in Deutschland nur 9,4 Prozent aller Personen zwischen 25 und 64 Jahren an Weiterbildungen teilgenommen. Im EU-Durchschnitt sind es 13,5 Prozent, teilten die Ökonomen am Montag mit.
Lediglich in Rumänien, Kroatien, Bulgarien und Griechenland nahm die Bevölkerung durchschnittlich seltener an Weiterbildungen teil. Am höchsten ist die Weiterbildungsquote in Schweden, Dänemark und Finnland.
„Lebenslanges Lernen ist entscheidend für wirtschaftliche Anpassungsfähigkeit. Dabei beeinflussen teils kulturelle Eigenschaften, insbesondere Geduld, wie stark Erwachsene in Weiterbildung investieren“, sagte Ifo-Forscherin Jasmin Vietz.
Eine neue Studie des Ifo-Instituts zeigt dabei, dass geduldigere Personen häufiger an Weiterbildungen teilnehmen. Hierzu kombiniert die Studie das Geduldsmaß der „Global Preferences Survey“ von Einwanderern aus verschiedenen Herkunftsländern mit Daten des deutschen Mikrozensus. Geduld beschreibt in diesem Zusammenhang die Bereitschaft, auf unmittelbaren Nutzen zu verzichten, um in Zukunft stärker zu profitieren.
„Menschen aus Herkunftsländern mit einem höheren Geduldsmaß sind eher bereit, langfristig zu investieren, auch wenn damit kurzfristige Kosten verbunden sind“, sagte Vietz. „Mehr Geduld erhöht die Bereitschaft, an Weiterbildungen teilzunehmen, deutlich. Dieser Effekt bleibt auch in der zweiten Einwanderergeneration sichtbar, wenn auch etwas schwächer.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frau und Mann am Computer |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- 2024 haben nur 9,4 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in Deutschland an Weiterbildungen teilgenommen.
- Im EU-Durchschnitt liegt die Teilnahmequote bei 13,5 Prozent.
- Geduldige Personen nehmen häufiger an Weiterbildungen teil.
Warum ist das wichtig?
- Geringe Teilnahme an Weiterbildungen in Deutschland im Vergleich zur EU.
- Lebenslanges Lernen fördert wirtschaftliche Anpassungsfähigkeit.
- Kulturelle Eigenschaften wie Geduld beeinflussen Weiterbildungsteilnahme.
Wer ist betroffen?
- Personen zwischen 25 und 64 Jahren in Deutschland
- Einwanderer aus verschiedenen Herkunftsländern
- Menschen der zweiten Einwanderergeneration
Zahlen/Fakten?
- 9,4 Prozent der Personen zwischen 25 und 64 Jahren in Deutschland haben 2024 an Weiterbildungen teilgenommen
- EU-Durchschnitt liegt bei 13,5 Prozent
- Höchste Weiterbildungsquote in Schweden, Dänemark und Finnland
Wie geht’s weiter?
- Analyse der Faktoren für Weiterbildung in Deutschland
- Förderung von Geduld als Schlüssel für lebenslanges Lernen
- Vorschläge für Maßnahmen zur Steigerung der Weiterbildungsquote
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