Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft Frankfurt/Main: Dax und Marktanalysen
Frankfurt/Main () – Der Dax hat sich am Freitag nach einem zurückhaltenden Start in den Handelstag bis zum Mittag ins Plus bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.635 Punkten berechnet, 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
„Wir erleben aktuell eine regelrechte Flucht aus dem Bitcoin“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Doch nicht alle fliehen freiwillig. Diejenigen, die mit Fremdkapital in den Bitcoin investiert haben, müssen hohe Summen nachschießen oder werden zwangsliquidiert. Und jeder Kursrückgang heizt die Spirale aus Margin-Calls, Verkäufen und weiteren Kursverlusten weiter an.“
„Diejenigen, die ihre Margin-Calls bedienen, müssen dafür häufig in anderen Assetklassen verkaufen. Und so frisst sich der Bitcoin-Crash in andere Assetklassen hinein.“
„Der Volatilitätsindex des NASDAQ 100 hat im gestrigen Handel die Marke von 30 erreicht.“ Das zeige, wie groß die Unsicherheit unter den Anlegern aktuell sei. „Zum Vergleich: Der Durchschnittskurs der vergangenen zwei Jahre liegt bei knapp 21. Und das zeigt, mit welcher Verunsicherung Anlegerinnen und Anleger aktuell agieren. Und verunsicherte Marktteilnehmer drücken deutlich schneller auf den Verkaufsknopf.“
„Unterdessen gewinnen Staatsanleihen gerade ein Stück weit ihren Ruf als sicherer Hafen zurück. Aufgrund der aktuell extrem hohen Unsicherheit werden Staatsanleihen als zumindest weniger risikoreich wahrgenommen und wieder gekauft. Dazu kommt, dass sich die Erwartung an den zukünftigen Notenbank-Präsidenten Kevin Warsh gestern extrem verschoben hat. Die Erwartung einer Zinssenkung hat gestern immens zugenommen. Auf dem Parkett wird jetzt eine unmittelbare Senkung erwartet, wenn Warsh im Juni erstmals eine Zinssitzung leitet. An den Tagen zuvor lag die Senkungswahrscheinlichkeit noch 40 Prozent niedriger“, sagte Altmann.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1787 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8484 Euro zu haben.
Der Goldpreis verzeichnete starke Zuwächse, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.892 US-Dollar gezahlt (+2,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 133,44 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 67,58 US-Dollar, das waren 3 Cent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Dax steigt bis zum Mittag um 0,6 Prozent auf rund 24.635 Punkte.
- Bitcoin erlebt einen Crash; hohe Liquidationen und Verkäufe in anderen Assetklassen.
- Staatsanleihen gewinnen an Wert; Zinssenkungserwartungen steigen.
Warum ist das wichtig?
- Flucht aus Bitcoin zeigt Marktunsicherheit und Risiken bei Fremdkapitalinvestitionen.
- Sicherheitswahrnehmung von Staatsanleihen steigt in unsicheren Zeiten.
- Erwartung einer Zinssenkung durch neue Notenbankführung kann Märkte beeinflussen.
Wer ist betroffen?
- Investoren mit Fremdkapital im Bitcoin
- Anleger im NASDAQ 100
- Käufer von Staatsanleihen
Zahlen/Fakten?
- Dax bei rund 24.635 Punkten, +0,6% im Vergleich zum Vortag
- Volatilitätsindex des NASDAQ 100 erreicht 30, Durchschnitt der letzten zwei Jahre bei knapp 21
- Goldpreis bei 4.892 US-Dollar pro Feinunze (+2,5%)
Wie geht’s weiter?
- Anleger kaufen Staatsanleihen aufgrund zunehmender Unsicherheit
- Erwartungen an Zinssenkungen durch neuen Notenbank-Präsidenten steigen
- Bitcoin-Crash beeinflusst andere Assetklassen negativ
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