Saarland - Was ist passiert – was dahinter steckt
Umwelttechnologie: Effiziente CO2-Bindung in Saarbrücken
Saarbrücken () – Forscher der Universität des Saarlandes und der htw saar haben in einem Überblicksartikel dargelegt, wie Kohlendioxid mit intelligenten Materialien effizienter gebunden werden kann. Das teilten die beteiligten Wissenschaftler mit.
Im Fachjournal „Advanced Functional Materials“ beschreiben sie, dass sogenannte stimuli-responsive organische Materialien durch Reize wie Temperatur, Licht oder Elektrizität gezielt CO2 aufnehmen und wieder abgeben können.
Diese „schaltbaren“ Systeme auf Basis von Kunststoffen und organischen Materialien benötigen im Vergleich zu herkömmlichen CCS-Technologien (Carbon Capture and Storage) deutlich weniger Energie, wie Professor Markus Gallei erläutert. Sie eignen sich besonders für Anwendungen, bei denen das CO2 möglichst rein anfällt, etwa bei mobilen Verbrennern oder in kleineren Industrieanlagen.
Bei Prozessen wie der Stahlherstellung, wo viele Nebenstoffe entstehen, seien die Verfahren weniger geeignet.
Die Arbeit entstand im Rahmen des mit 23 Millionen Euro geförderten saarländischen Transformationsfonds-Projekts ENFOSAAR. Die Forscher betonen, dass es nicht die eine Lösung zur CO2-Reduktion geben wird, sondern viele ergänzende Ansätze nötig sind. Ihr Überblicksartikel soll anderen Wissenschaftlern weltweit als Inspiration dienen und wurde auf das Titelbild der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachmagazins gehoben.
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