Streit um Kosten für zivile Unterstützung der Streitkräfte

29. Januar 2026
1 min Lesezeit

Streit um Kosten für zivile Unterstützung der Streitkräfte

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Verteidigungspolitik und Kostenfragen in Deutschland

() – Der 1.400 Seiten starke „Operationsplan “ ist das zentrale Papier, mit dem sich Deutschland gegen einen möglichen russischen Angriff wappnen will. Er sieht vor, dass sich auch die zivile Seite bis 2029 auf einen Krieg vorbereiten soll. Wer aber zahlt, wenn beispielsweise die Landkreise größere Treibstofflager anlegen? Dazu bahnt sich ein Streit zwischen Bund und Kommunen an.

In einem Papier des Bundesinnenministeriums heißt es laut dem „Spiegel“, dass „die umfassende Unterstützung der Streitkräfte durch zivile Behörden“ seit je „zentraler Pfeiler der Gesamtverteidigung“ sei. Eine generelle Pflicht für den Bund, die Kosten zu tragen, gebe es deshalb nicht. Die Länder, als Vertreter der Kommunen, müssten dem Bund im Einzelfall nachweisen, dass eine zusätzliche Ausgabe spezifisch mit dem Verteidigungsfall zu tun habe. Gehe es dagegen um die Gefahrenabwehr, etwa den Katastrophenschutz, sei das Sache der Länder und Kommunen.

Der Deutsche Landkreistag, Spitzenorganisation der Landkreise, kündigte dazu eine Prüfung an. „Nach erster Einschätzung sind insbesondere die pauschalen Äußerungen zur Kostentragung zu hinterfragen“, heißt es in einer internen Stellungnahme. Hauptargument der Kommunen ist die Lesart einer Bund-Länder-Absprache von 1997, wonach für die zivile Alarmplanung nur noch die obersten Landesbehörden eine Rolle spielen sollten, nicht die Kommunen. Dem widerspricht nun das Innenministerium.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldat (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Deutschland bereitet sich mit einem 1.400 Seiten starken "Operationsplan" auf einen möglichen russischen Angriff vor.
  • Streit zwischen Bund und Kommunen über die Finanzierung ziviler Sicherheitsmaßnahmen.
  • Der Deutsche Landkreistag prüft die Kostentragung und widerspricht den Aussagen des Innenministeriums.

Warum ist das wichtig?

  • Vorbereitung auf mögliche Bedrohungen stärkt die nationale Sicherheit.
  • Klärung der Finanzierungsfragen ist wichtig für die Umsetzung der Verteidigungsmaßnahmen.
  • Zusammenarbeit zwischen Bund und Kommunen ist notwendig für effektive Krisenbewältigung.

Wer ist betroffen?

  • Bund und Kommunen
  • Länder
  • Deutsche Landkreistag

Zahlen/Fakten?

  • 1.400 Seiten Papier "Operationsplan Deutschland" gegen möglichen russischen Angriff
  • Vorbereitung der zivilen Seite bis 2029
  • Streit zwischen Bund und Kommunen über Kostentragung für Treibstofflager
  • Keine generelle Pflicht des Bundes zur Kostentragung

Wie geht’s weiter?

  • Streit zwischen Bund und Kommunen über Kostentragung für zivile Alarmplanung
  • Länder müssen nachweisen, dass Ausgaben mit Verteidigungsfall zusammenhängen
  • Prüfung der pauschalen Äußerungen zur Kostentragung durch den Deutschen Landkreistag
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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