Schleswig-Holstein - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftlicher Antisemitismus in Schleswig-Holstein
Kiel () – Der bildungspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Malte Krüger, hat den starken Anstieg antisemitischer Vorfälle in Schleswig-Holstein als ‚erschreckende gesellschaftliche Realität‘ bezeichnet. Dies teilte er in einer Rede zum 10-Punkte-Plan für jüdisches Leben im Landtag mit.
Demnach stieg die Zahl dokumentierter Vorfälle von 120 im Jahr 2023 auf 588 im Jahr 2024, wobei sich der israelbezogene Antisemitismus nahezu verdoppelt habe.‘
Krüger verwies auf Vorfälle wie die Schändung einer Gedenkstätte in Kiel am vergangenen Wochenende, die zeigten, dass Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. Er betonte, dass der Kampf dagegen eine fortlaufende Aufgabe sei, die über symbolische Politik hinausgehen müsse.
Die Landesregierung arbeite an einem umfassenden Landesaktionsplan, der im zweiten Quartal 2026 vorgelegt werden soll.‘
In seiner Rede unterstrich der Abgeordnete die besondere historische Verantwortung Deutschlands und bezeichnete die Sicherheit Israels als deutsche Staatsräson. Er forderte, dass jüdisches Leben in Deutschland frei und sicher sein müsse.
Zugleich verwies er auf die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass sich das Vorgehen der israelischen Armee am Völkerrecht messen lassen müsse.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Mahnwache vor der Synagoge (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Anstieg antisemitischer Vorfälle in Schleswig-Holstein von 120 auf 588 zwischen 2023 und 2024
- Schändung einer Gedenkstätte in Kiel als Beispiel für zunehmenden Antisemitismus
- Landesregierung plant umfassenden Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Antisemitismus bis zum zweiten Quartal 2026
Warum ist das wichtig?
- Starker Anstieg antisemitischer Vorfälle gefährdet gesellschaftliche Stabilität.
- Erhöhte Sensibilisierung und Maßnahmen gegen Antisemitismus sind notwendig.
- Historische Verantwortung Deutschlands erfordert Schutz jüdischen Lebens.
Wer ist betroffen?
- jüdische Gemeinde in Schleswig-Holstein
- Gesellschaft insgesamt
- Landesregierung
Zahlen/Fakten?
- Anstieg antisemitischer Vorfälle in Schleswig-Holstein von 120 (2023) auf 588 (2024)
- Verdopplung des israelbezogenen Antisemitismus
- Landesaktionsplan soll im zweiten Quartal 2026 vorgelegt werden
Wie geht’s weiter?
- Landesregierung arbeitet an umfassendem Landesaktionsplan
- Vorlage des Plans im zweiten Quartal 2026
- Fortlaufender Kampf gegen Antisemitismus erforderlich
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