Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Bildungspolitik in Niedersachsen im Fokus
Hannover () – Die Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder gegen Kritik der CDU verteidigt. Die bildungspolitische Sprecherin Lena Nzume teilte in einer Rede mit, Niedersachsen liege beim Ausbau mit Zuwächsen von sieben Prozent im Bundesvergleich vorn.
Rund 75 Prozent der Grundschulen im Land verfügten bereits über ein Ganztagsangebot.
Nzume räumte in ihrer Antwort auf eine Aktuelle Stunde der CDU mit mehreren, ihrer Darstellung nach, falschen Behauptungen auf. So verwies sie darauf, dass nicht jede Schule ein eigenes Angebot machen müsse und Schwerpunktschulen oder gemeinsame Nachmittagsangebote möglich seien.
Die Ressourcenzuweisung erfolge über zusätzliche Lehrerstunden, die die Schulen flexibel einsetzen könnten. Zudem übernehme Niedersachsen als einziges Bundesland die Hälfte des erforderlichen Kofinanzierungsanteils für Investitionen und habe die Mittel für kapitalisierte Lehrerstunden erhöht.
Die Landesregierung lasse die Kommunen nicht im Regen stehen, betonte Nzume.
Allerdings müssten die Herausforderungen vor Ort bewältigt werden. Sie kritisierte, von einem ‚Desaster‘ zu sprechen, sei Populismus.
Statt Spaltung voranzutreiben, müsse alles getan werden, um das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates zu stärken. Offene Punkte wie die Regelung der Schulbegleitung auch für den Ganztag und die Ferienbetreuung würden derzeit mit dem Sozialministerium verhandelt.
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