Zahl der Toten bei Iran-Protesten steigt auf mindestens 116

11. Januar 2026
1 min Lesezeit

Zahl der Toten bei Iran-Protesten steigt auf mindestens 116

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Proteste und Menschenrechte im Iran

Teheran () – Die Zahl der Todesopfer im Zuge der nunmehr seit 14 Tagen andauernden Protestwelle im ist nach Angaben von Menschenrechtlern auf mindestens 116 gestiegen. Am Vortag war die Gruppierung „Human Rights Activists in Iran“ (HRA) noch von mindestens 65 Toten ausgegangen.

Unter den mittlerweile bestätigten Todesopfern sollen sieben unter 18 Jahre alt gewesen sein, vier Personen, darunter medizinisches Personal, gehörten nicht zu den Protestierenden. Die Untersuchung der Todesursachen soll ergeben haben, dass die meisten Opfer durch scharfe Munition oder Gummigeschosse, überwiegend aus nächster Nähe, getötet wurden. 37 der Getöteten waren Angehörige des Militärs oder der Sicherheitskräfte, einer war Staatsanwalt.

Die Gesamtzahl der Festgenommenen kletterte binnen eines Tages von 2.311 auf 2.638 Personen. Von diesen konnten 628 Personen durch die Menschenrechtsorganisation identifiziert werden, während 2.010 im Rahmen von Massenverhaftungen oder in Fällen ohne nähere Angaben erfasst wurden.

Die Proteste in der Hauptstadt Teheran sollen nach Angaben von Augenzeugen größtenteils aus verstreuten, kurzen und unbeständigen Versammlungen bestanden haben – als Reaktion auf die starke Präsenz der Sicherheitskräfte und den zunehmenden Druck vor Ort. Gleichzeitig gingen Berichte über Überwachungsdrohnen und Bewegungen von Sicherheitskräften in der Nähe der Protestorte ein, was auf anhaltende Überwachung und Sicherheitsmaßnahmen hindeutet. Gleichzeitig meldete HRA Proteste in dutzenden anderen Städten im Iran.

Trotz der andauernden Internetsperre haben einige wenige, den Sicherheitskräften nahestehende Medien ihre Arbeit wieder aufgenommen. Diese Medien veröffentlichen mittlerweile fortlaufend Bilder und Berichte über die Proteste und werfen den Demonstranten schwere Gewalt sowie die Zerstörung von Eigentum und Menschenleben vor. Menschenrechtler widersprechen und unterstellen den Behörden brutales Vorgehen gegen die Protestler.

Am 28. Dezember hatte die aktuelle Protestwelle in Teheran begonnen, Auslöser war der Zusammenbruch der iranischen Währung. Auf den internationalen Devisenmärkten ist der Iranische Rial mittlerweile praktisch wertlos geworden, gleichzeitig hat sich die Versorgungslage im Iran deutlich verschlechtert.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Iran (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Zahl der Todesopfer im Iran gestiegen auf mindestens 116, darunter sieben unter 18 Jahren.
  • Gesamtzahl der Festgenommenen erhöht sich auf 2.638 Personen.
  • Proteste in Teheran weiterhin sporadisch, trotz starker Präsenz der Sicherheitskräfte.

Warum ist das wichtig?

  • Anstieg der Todesopfer zeigt eskalierende Gewalt im Iran
  • Hohe Zahl der Festnahmen deutet auf repressives Vorgehen der Regierung hin
  • Protestwelle hebt gesellschaftliche Unzufriedenheit und wirtschaftliche Probleme hervor

Wer ist betroffen?

  • Protestierende
  • Angehörige des Militärs oder der Sicherheitskräfte
  • Festgenommene Personen

Zahlen/Fakten?

  • Mindestens 116 Todesopfer seit Beginn der Proteste vor 14 Tagen
  • 2.638 Festnahmen innerhalb eines Tages
  • 37 Getötete waren Angehörige des Militärs oder der Sicherheitskräfte

Wie geht’s weiter?

  • Anhaltende Proteste in Teheran und anderen Städten
  • Weitere Festnahmen und steigende Opferzahlen
  • Mögliche Reaktion der Regierung auf Proteste durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen
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