G7-Außenminister drohen Iran mit "restriktiven Maßnahmen"

15. Januar 2026
1 min Lesezeit

G7-Außenminister drohen Iran mit "restriktiven Maßnahmen"

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: G7-Kritik an Iranischen Protestmaßnahmen

/London/Teheran () – Die G7-Außenminister haben in einer gemeinsamen Erklärung das Vorgehen der iranischen Behörden gegen die andauernden Proteste scharf kritisiert und weitere Maßnahmen angekündigt, sollte das Regime in Teheran nicht einlenken.

Es handele sich um eine „brutale Unterdrückung des iranischen Volkes, das seit Ende Dezember 2025 mutig seinen legitimen Wunsch nach einem besseren Leben in Würde und Freiheit äußert“, heißt es in dem Text, der am Donnerstagnachmittag verbreitet wurde.

Und weiter: „Wir sind äußerst beunruhigt ob der Berichte über die hohe Zahl an Todesopfern und Verwundeten. Wir verurteilen den bewussten Einsatz von Gewalt und die Tötung von Demonstrierenden, willkürliche Festnahmen und Einschüchterungstaktiken der Sicherheitskräfte.“

Die G7-Außenminister rufen laut Erklärung die iranischen Behörden „nachdrücklich“ auf, „umfassende Zurückhaltung zu üben“, außerdem keine Gewalt anzuwenden und die Menschenrechte und Grundfreiheiten der Bürger Irans aufrechtzuerhalten. Dazu gehöre auch das Recht auf freie Meinungsäußerung, das Recht, Informationen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten, sowie das Recht, sich zu Vereinigungen zusammenzuschließen und sich friedlich zu versammeln, ohne Furcht vor Repressalien.

„Die Mitglieder der G7 sind unverändert bereit, zusätzliche restriktive Maßnahmen zu erlassen, wenn sein hartes Vorgehen gegen Proteste und abweichende Meinungen unter Verstoß gegen seine internationalen Menschenrechtsverpflichtungen fortsetzt“, heißt es in dem Text, der von den Außenministerinnen Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten von Amerika sowie der Hohe Vertreterin der Europäischen Union mitgetragen wird.

Nach unterschiedlichen Angaben verschiedener Menschenrechtsorganisationen sind bei der seit etwas über zwei Wochen andauernden Protestwelle im Iran rund 2.600 bzw. 3.400 Menschen ums Leben gekommen. Auslöser war ein dramatischer Fall der iranischen Währung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flaggen der G7-Länder (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • G7-Außenminister kritisieren scharf das Vorgehen der iranischen Behörden gegen Proteste.
  • Weitere Maßnahmen werden angekündigt, falls das Regime in Teheran nicht einlenkt.
  • Berichte über hohe Zahl an Todesopfern und Verwundeten erhöhen die Besorgnis.

Warum ist das wichtig?

  • Starke Verurteilung der Gewalt gegen das iranische Volk
  • Aufruf zur Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten
  • Ankündigung weiterer Maßnahmen bei Fortsetzung der repressiven Politik

Wer ist betroffen?

  • iranisches Volk
  • Demonstrierende
  • Sicherheitskräfte

Zahlen/Fakten?

  • 2.600 bis 3.400 Todesfälle bei Protesten im Iran
  • Proteste dauern seit Ende Dezember 2025 an
  • G7 bereit, zusätzliche restriktive Maßnahmen zu erlassen

Wie geht’s weiter?

  • G7 kündigen zusätzliche restriktive Maßnahmen an
  • Iranische Behörden sollen Gewalt und Repression gegen Proteste einstellen
  • Menschenrechte und Grundfreiheiten in Iran wahren
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