Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politische Debatte über Iran und Abschiebungen
Berlin () – Angesichts der anhaltenden Proteste im Iran gegen das Regime fordern Linke und Grüne weitergehende Maßnahmen der Bundesregierung.
„Diese Proteste von unten schwächen die Macht des Regimes weiter und können dazu führen, dass sich für die unterdrückten Menschen endlich etwas ändert“, sagte die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner dem Tagesspiegel.
Es brauche jetzt „gezielte Sanktionen gegen Verantwortliche in Regierung, Geheimdiensten und Militär“, sagte die Linken-Politikerin und ergänzte: „Vor allem aber muss es einen bundesweiten Abschiebestopp geben, damit niemand an das Folterregime im Iran ausgeliefert wird.“ Der Iran sei kein sicheres Land für Frauen, queere Menschen und Oppositionelle. „Abschiebungen in den Iran können Inhaftierung, Folter und Hinrichtungen für die Schutzsuchenden bedeuten“, sagte Schwerdtner.
Dieser Forderung schlossen sich die Grünen an. „Angesichts der Lage vor Ort ist es mehr als überfällig, einen bundesweiten Abschiebestopp für Iran auf den Weg zu bringen und bedrohten Menschen, die vom iranischen Regime aufgrund der Proteste oder ihrem Kampf für Freiheit und Menschenrechte politisch verfolgt werden, über humanitäre Aufnahmen in Deutschland Schutz zu gewähren“, sagte die Grünen-Außenpolitikerin Luise Amtsberg dem Tagesspiegel. Sie erwarte, dass Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) seine Blockadehaltung aufgebe und sich solidarisch zeige mit der iranischen Diaspora hierzulande und der Zivilgesellschaft im Iran.
Aus der Union wurden die Rufe nach einem Abschiebestopp jedoch umgehend abgelehnt. „Die Linken ziehen die völlig falschen Schlüsse aus der aktuellen Entwicklung im Iran. Dort hat sich die Lage für das Regime verschärft, nicht für die Bevölkerung“, sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, dem Tagesspiegel. Es gebt keine neue Begründung dafür, einen in Deutschland straffällig gewordenen und ausreisepflichtigen Iraner nicht in den Iran abzuschieben.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Iranische Botschaft (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Linke und Grüne fordern von der Bundesregierung Maßnahmen gegen das iranische Regime.
- Es wird ein bundesweiter Abschiebestopp für Iran gefordert, um Menschen vor Folter und Verfolgung zu schützen.
- Union lehnt die Forderung nach Abschiebestopp ab und sieht keine Änderung der Lage für die Bevölkerung.
Warum ist das wichtig?
- Stärkung der Menschenrechte und Schutz für gefährdete Personen im Iran
- Notwendigkeit gezielter Sanktionen gegen regimeverantwortliche Akteure
- Dringlichkeit eines bundesweiten Abschiebestopps zur Vermeidung von Folter und Inhaftierung
Wer ist betroffen?
- unterdrückte Menschen im Iran
- Frauen im Iran
- queere Menschen im Iran
- Oppositionelle im Iran
- bedrohte Menschen in Deutschland
Zahlen/Fakten?
- Linke und Grüne fordern bundesweiten Abschiebestopp für Iran.
- Abschiebungen können Inhaftierung, Folter und Hinrichtungen zur Folge haben.
- Union lehnt Forderung nach Abschiebestopp ab.
Wie geht’s weiter?
- Forderung nach gezielten Sanktionen gegen iranische Verantwortliche
- Bundesweiter Abschiebestopp für Iran gefordert
- Humanitäre Aufnahme bedrohte Personen in Deutschland ermöglichen
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