CSU-Landesgruppe will Messerangriffe deutlich härter ahnden

5. Januar 2026
1 min Lesezeit

CSU-Landesgruppe will Messerangriffe deutlich härter ahnden

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: CSU plant Maßnahmen gegen Gewalt

() – Die CSU im Bundestag setzt auf einen deutlich härteren Kurs gegen Gewalttäter. Für Messerangreifer und kriminelle, aber strafunmündige Kinder soll das Strafgesetzbuch angepasst werden, um ein strengeres Durchgreifen des Staates zu ermöglichen, wie aus einem Positionspapier der CSU-Landesgruppe zur inneren Sicherheit hervorgeht, über das die Zeitungen der Mediengruppe berichten.

Auch bei Gewaltkriminalität gegen Frauen will die CSU-Landesgruppe den Maßnahmenkatalog ausweiten. Die Pläne sollen auf der am Dienstag beginnenden Klausurtagung im oberbayerischen Kloster Seeon beschlossen werden. „Wir diskutieren nicht nur über das Stadtbild, sondern wir sorgen mit unserer Politik ganz konkret dafür, dass sich die Sicherheitslage im Stadtbild verbessert“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann der Mediengruppe Bayern. „Das bedeutet: null Toleranz gegenüber Messerangreifern, Frauenschlägern und Judenhassern.“

Messertaten seien „kein Bagatelldelikt“, heißt es in dem Papier. Es handle sich um einen Angriff „sowohl auf das Leben als auch auf das gesellschaftliche Zusammenleben“. Gewalttaten mit Messern und anderen Waffen oder gefährlichen Werkzeugen sollen daher grundsätzlich als Verbrechen statt nur als Vergehen eingestuft und mit einer Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsentzug geahndet werden. Wird das Opfer lebensgefährlich verletzt, muss eine Mindeststrafe von drei Jahren Haft ohne Bewährung folgen. Messerangreifer dürften „nicht mit Samthandschuhen“ angefasst werden.

Einen weiteren Schwerpunkt im Papier bildet der Umgang mit kriminellen Kindern. Um den Anstieg der Gewaltkriminalität bei unter 14-Jährigen einzudämmen, fordert die CSU ein gerichtliches Verantwortungsverfahren auch für strafunmündige Kinder und will die Anwendung des Jugendstrafrechts von 14 auf zwölf Jahre absenken. Ziel sei es, „kriminelle Karrieren zu verhindern, bevor sie entstehen.“

Auch beim Schutz von Frauen vor Gewalt plant die CSU spürbare Verschärfungen. Angesichts der Statistik, wonach in alle 68 Sekunden eine Frau Gewalt erleidet, sei die Einführung der elektronischen Fußfessel für Gewalttäter „ein entscheidender Schritt“. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde im November vom Bundeskabinett beschlossen.

Zusätzlich will die CSU GPS-Tracker zur heimlichen Überwachung von Opfern in den Stalking-Paragraphen aufnehmen. K.-o.-Tropfen sollen strafrechtlich wie Waffen behandelt werden, wenn sie zur Betäubung von Opfern eingesetzt wurden. Ein weiteres Instrument ist die sogenannte Tarn-App, mit der Frauen Übergriffe verdeckt und gerichtsfest dokumentieren können. Sie soll nach dem Willen der CSU-Landesgruppe bundesweit ausgerollt werden.

Über die klassische Gewaltkriminalität hinaus nimmt das Papier auch die Stärkung des Bevölkerungsschutzes in den Blick. Insbesondere Schüler will die CSU besser auf Krisenfälle vorbereiten. Dafür soll Krisenvorsorge Teil der schulischen Bildung werden, „etwa in Form einer speziell gestalteten Doppelstunde“, heißt es im Papier.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Waffenverbotszone (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • CSU plädiert für härteren Kurs gegen Gewalttäter, insbesondere Messerangreifer und strafunmündige Kinder.
  • Gewaltkriminalität gegen Frauen soll durch neue Maßnahmen, wie elektronische Fußfesseln, verschärft werden.
  • Einführung von GPS-Trackern zur Überwachung von Opfern und Verschärfung von Gesetzen gegen K.-o.-Tropfen geplant.

Warum ist das wichtig?

  • Härtere Strafen für Gewalttäter sollen abschreckend wirken und die Sicherheit erhöhen
  • Schutz von Frauen vor Gewalt wird prioritär behandelt, um sinkende Gewaltrate zu fördern
  • Frühzeitige Intervention bei kriminellen Kindern soll zukünftige Straftaten verhindern

Wer ist betroffen?

  • Gewalttäter
  • Strafunmündige Kinder
  • Frauen, die Gewalt erleiden

Zahlen/Fakten?

  • Einführung einer Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsentzug für Messerangreifer
  • Mindeststrafe von drei Jahren Haft ohne Bewährung bei lebensgefährlicher Verletzung des Opfers
  • Jeder 68 Sekunden erleidet eine Frau in Deutschland Gewalt

Wie geht’s weiter?

  • CSU plant Anpassungen im Strafgesetzbuch für härtere Maßnahmen gegen Gewalttäter.
  • Einführung einer elektronischen Fußfessel für Gewalttäter und Veröffentlichung einer Tarn-App für Frauen.
  • Krisenvorsorge soll Teil der schulischen Bildung werden.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss