Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Diskussion zum Wehrdienst in Deutschland
Berlin () – Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Maria Welskop-Deffaa, ruft dazu auf, angesichts des in Kraft getretenen neuen Wehrdienstes auch die Stärkung ziviler Dienste im Blick zu behalten. Die Aufstockung der Mittel um 50 Millionen Euro in diesem Jahr sei zwar „ein wichtiges Signal der Regierungskoalition“, sagte sie den Partnerzeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ (Samstagausgaben). Sie erinnerte allerdings zugleich an die ausdrückliche Zusage, „Freiwilligendienste gerade auch für junge Menschen aus einkommensärmeren Familien zugänglicher zu machen“.
In dem Zusammenhang kritisierte Welskop-Deffaa die fast 2.000 Euro Unterschied in der monatlichen Bezahlung zwischen zivilen Diensten und Bundeswehr. Die Erhöhung der Bezüge bei der Truppe durch das Wehrdienstmodernisierungsgesetz „verschärft im Hinblick auf das Taschengeld einerseits und den Wehrsold andererseits vorläufig die Ungleichheit zwischen dem freiwilligen Wehrdienst und den Freiwilligendiensten enorm“, erklärte sie.
Die geplanten Verbesserungen für die Freiwilligendienste müssten nun „zeitnah“ erfolgen. Derzeit bekommen Bundesfreiwilligendienstleistende rund 640 Euro pro Monat, Wehrdienstleistende dagegen rund 2.600 Euro brutto.
Die Caritas-Präsidentin forderte darüber hinaus einen „Mobilitätszuschuss bis zur Höhe des Deutschlandtickets für alle Freiwilligen“. Wichtig seien zudem Investitionen in das Netz von Trägern der Freiwilligendienste – wie Sozialverbände, Jugendclubs oder Umweltorganisationen. Laut Welskop-Deffaa haben hier „die Kürzungen der letzten Jahre etliche Träger veranlasst, auszusteigen“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bistum Fulda (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Eva Maria Welskop-Deffaa fordert Stärkung ziviler Dienste bei neuem Wehrdienst.
- Sie kritisiert die hohe Gehaltsdifferenz zwischen zivilen Diensten und Bundeswehr.
- Verbesserungen für Freiwilligendienste sollen zeitnah umgesetzt werden.
Warum ist das wichtig?
- Stärkung ziviler Dienste ist wichtig für soziale Gerechtigkeit.
- Ungleichheit in der Bezahlung zwischen zivilen Diensten und Bundeswehr muss angegangen werden.
- Verbesserungen für Freiwilligendienste und Unterstützung für Träger sind erforderlich.
Wer ist betroffen?
- junge Menschen aus einkommensärmeren Familien
- Bundesfreiwilligendienstleistende
- Träger der Freiwilligendienste
Zahlen/Fakten?
- 50 Millionen Euro Aufstockung der Mittel in diesem Jahr
- 2.000 Euro monatlicher Unterschied in der Bezahlung zwischen zivilen Diensten und Bundeswehr
- 640 Euro pro Monat für Bundesfreiwilligendienstleistende, 2.600 Euro brutto für Wehrdienstleistende
Wie geht’s weiter?
- Stärkung ziviler Dienste im Blick behalten
- Geplante Verbesserungen für Freiwilligendienste sollten zeitnah erfolgen
- Mobilitätszuschuss bis zur Höhe des Deutschlandtickets für alle Freiwilligen gefordert
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